Einsamkeit und Depression sing eng miteinander verbunden und treten viel häufiger auf als allgemein vermutet. So fühlt sich einer Studie der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention zufolge jeder vierte Bürger sehr einsam. Bei Menschen, die gerade an einer Depression erkrankt sind, kommt das Gefühl der Einsamkeit sogar doppelt so häufig vor. Diesen Menschen will ein neues Angebot in Alpen helfen. Im März wird dort die neue Selbsthilfegruppe „Einsamkeit und Depression“ gegründet. Darauf weist die Selbsthilfe-Kontaktstelle Kreis Wesel hin.
Demnach will die Gruppe unter dem Motto „Gemeinsam statt allein – ein Ort zum Zuhören, Verstehen und Hoffnung schöpfen“ allen Menschen, die sich mit Einsamkeit oder Depressionen auseinandersetzen, einen geschützten Raum bieten, „in dem Erfahrungen geteilt, Zuhören praktiziert und gemeinsam neue Perspektiven entwickelt werden“, wie es in der Mitteilung heißt. In der Gruppe dürfe jede und jeder so sein, wie er oder sie ist – „ohne Druck, ohne Bewertung, mit Respekt und Mitgefühl“.
Bei den Treffen erwarteten die Teilnehmenden Gespräche über Erfahrungen, Gefühle und Herausforderungen. „Eine Gemeinschaft mit Menschen, die ähnliche Situationen kennen, sich gegenseitige Unterstützung und Halt geben sowie Impulse in Form von Anregungen, Übungen und Gedanken zur Entdeckung neuer Wege“, heißt es vonseiten der Initiatoren. Vertraulichkeit sei wichtig. „Was in der Gruppe besprochen wird, bleibt in der Gruppe.“
Wie es in der Einladung weiter heißt, werde Einsamkeit leichter, wenn man sie teilt. „Depression bedeutet nicht das Ende, sondern einen Weg, auf dem gemeinsam neue Hoffnung gefunden werden kann.“ Der erste Schritt möge schwer sein, „doch er kann der Beginn von etwas Neuem sein“.
Interessierte sind eingeladen, Teil der Gruppe zu werden. Anmeldung und weitere Infos über die Selbsthilfe-Kontaktstelle Kreis Wesel unter Tel. 02841 900016 oder per E-Mail selbsthilfe-wesel@paritaet-nrw.org.