Ein spektakulärer Einbruch in eine Sparkasse sorgt für Aufregung in Gelsenkirchen: Die Täter brachen fast alle der über 3200 Schließfächer gewaltsam auf und entwendeten persönliche und wertvolle Gegenstände von mehr als 3000 Geschädigten.

Die Polizei ermittelt mit Hochdruck, um den Tathergang zu klären und die Täter zu überführen. Nun gibt es neue Details.

Polizei Gelsenkirchen ermittelt rund um die Uhr

Ein spektakulärer Einbruch-Diebstahl erschütterte Gelsenkirchen: Am Montag, 29. Dezember 2025, entdeckte die Polizei, dass in einer Sparkasse fast alle der 3256 Schließfächer gewaltsam geöffnet wurden. Die Täter richteten massive Schäden an, ließen zahllose Wertgegenstände zurück und entwendeten persönliche sowie finanzielle Werte von über 3000 Geschädigten. Das Polizeipräsidium Gelsenkirchen hat eine spezielle Aufbauorganisation (BAO) namens „Bohrer“ mit über 200 Ermittlern eingerichtet. In Zwölf-Stunden-Schichten rekonstruieren die Einsatzkräfte täglich den Tathergang, sichern Spuren und vernehmen Zeugen.

Schon gelesen? Künstliche Intelligenz bei FUNKE Digital: Warum und wie wir sie einsetzen ++

Ermittelt wurde, dass die Täter am Samstag, 27. Dezember, zwischen 10.45 Uhr und 14.44 Uhr ungestört Schließfächer aufbrachen. Sie nutzten eine manipulierte Fluchttür vom Parkhaus, um ins Gebäude zu gelangen. Der Tresorraum wurde durch chemische Substanzen absichtlich kontaminiert, um Spuren zu verwischen. Dies erschwert die Arbeit der Kriminaltechniker, die unermüdlich die verbliebenen Gegenstände sichern, katalogisieren und dokumentieren. Sparkasse-Mitarbeiter unterstützen die Polizei vor Ort bei der aufwendigen Bearbeitung, die mehrere Monate in Anspruch nehmen wird.

Gelsenkirchen: Opfer sitzen auf einem riesigen Schaden

Die Polizei Gelsenkirchen steht vor der Herausforderung, über 3000 Geschädigte zu kontaktieren und zu vernehmen. Jede betroffene Person wird aufgefordert, Angaben zu den Inhalten ihres Schließfaches zu machen. Polizeipräsident Tim Frommeyer bezeichnet den Fall als einen der größten Kriminalfälle in der Geschichte Nordrhein-Westfalens: „Die finanziellen Schäden, die Verunsicherungen und der Frust sitzen tief! Unsere Behörde arbeitet mit Hochdruck daran, die Täter zu überführen.“

Mehr News:

Kriminaldirektor André Dobersch betont die Ernsthaftigkeit des Falles: „Wir sprechen hier nicht von Panzerknackern in einem Comic, sondern von Kriminellen, die Existenzen zerstört haben.“ Die Polizei ruft dazu auf, Hinweise telefonisch unter 0209 365 8112 oder über das Hinweisportal weiterzuleiten.