Stuttgarter Konzern: Bosch-Gewinn ging 2025 offenbar stark zurück Ende Januar wird der Bosch-Konzern um Chef Stefan Hartung seine vorläufigen Zahlen für 2025 veröffentlichen. Foto: Bernd Weißbrod/dpa, Sven Hoppe/dpa

Zölle, eine schwache Konjunktur und der teure Personalabbau belasten das Ergebnis von Bosch erheblich. Trotz der ungünstigen Entwicklung hält der Konzern an seinem Renditeziel fest.

Der Stuttgarter Technologiekonzern Bosch hat laut einem Bericht des „Manager Magazins“ 2025 einen deutlichen Gewinnrückgang verbucht. Das Medium bezieht sich auf eine interne Mail von Bosch-Chef Stefan Hartung an die Belegschaft.

Die Marge liege „deutlich unter zwei Prozent des Umsatzes“, schreibt Hartung demnach in seiner Nachricht. Ein Grund dafür seien die Rückstellungen aus Restrukturierungsmaßnahmen – gemeint sind damit die Kosten des Personalabbaus. 2024 kam der Konzern noch auf eine Umsatzrendite in Höhe von 3,5 Prozent, was einem Gewinn von 3,1 Milliarden Euro entsprach.

Hartung: Bosch-Marge fällt klar unter zwei Prozent

Der Umsatz lag 2024 bei 90 Milliarden. Dem Medienbericht zufolge erwirtschaftete der Automobilzulieferer 2025 einen Umsatz von 91 Milliarden Euro, darunter vier Milliarden Euro des Unternehmens Johnson Controls-Hitachi. Bosch hatte dessen Heizungs- und Klimaanlagengeschäft für 7,4 Milliarden Euro gekauft – und somit im vergangenen Jahr die größte Übernahme seiner Geschichte besiegelt.

Das Unternehmen äußert sich bisher zurückhaltend zur Geschäftsentwicklung. „Der Vorsitzende der Bosch-Geschäftsführung wendet sich regulär zum Jahresauftakt an die weltweiten Mitarbeitenden der Bosch-Gruppe“, erklärte Bosch unserer Zeitung. Das Stiftungsunternehmen ergänzt: „Grundsätzlich bitten wir allerdings um Verständnis, dass wir Informationen aus unternehmensinternen Mitarbeitermedien nicht im Detail kommentieren.“

Verschiedene Faktoren belasten das Bosch-Ergebnis. Foto: IMAGO/NurPhoto

Zum Grund für die schwache Entwicklung erklärt das Unternehmen, das schwache konjunkturelle Umfeld sowie die zuletzt noch deutlich anspruchsvolleren Marktbedingungen schlügen sich auch in der Geschäftsentwicklung nieder und bremsten das Wachstum deutlich. Fehlende Umsätze und zusätzliche Zölle belasteten das Ergebnis spürbar. Hinzu kämen „erhebliche Rückstellungen für notwendige Strukturanpassungen“.

Trotz der schwachen Entwicklung hält Bosch an seinem Renditeziel von sieben Prozent fest, „auch wenn wir dieses vor dem Hintergrund des aktuellen Umfelds anders als geplant frühestens nach 2026 erreichen dürften“. Die umstrittenen Sparprogramme hält das Unternehmen weiter für notwendig: „Die Ergebniserholung wird wesentlich von der zügigen Realisierung der Kostenvorteile aus unseren Restrukturierungsmaßnahmen abhängen.“

Bosch wird die vorläufigen Zahlen für 2025 am 30. Januar bekanntgeben.