Der Trend ist nicht neu. Aber er wirft ein weiteres krasses Schlaglicht auf ein Phänomen, das nicht nur Juristen in den Vereinigten Staaten zutiefst beunruhigt: die Politisierung der amerikanischen Ermittlungsbehörden, insbesondere der Strafjustiz, durch die Regierung von US-Präsident Donald Trump. Am Dienstag erklärten gleich sechs Angehörige der Bundesanwaltschaft im US-Bundesstaat Minnesota und fünf Juristen im Bürgerrechtsdezernat des US-Justizministeriums auf einen Schlag ihren Rücktritt – offenkundig, weil sie eine Ermittlungsarbeit jenseits politischer Vorgaben nicht mehr für möglich halten und die Unabhängigkeit der Justiz in den Vereinigten Staaten gefährdet sehen. Die Demissionen sorgten für Schlagzeilen in allen großen US-Medien.