Glasfaserausbau in Garbsener Ortsteilen schreitet voran, mehr als 31.000 Haushalte und Unternehmen sollen angeschlossen werden.An der Zukunft bauen: Glasfaser für Garbsen. Symbolfoto (
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Garbsen – Glasfaserausbau in Garbsener Ortsteilen schreitet voran, mehr als 31.000 Haushalte und Unternehmen sollen angeschlossen werden.

Der Ausbau des Glasfasernetzes in der Stadt Garbsen schreitet seit einigen Jahren stetig voran. Nach Angaben der Stadt soll mindestens 90 Prozent aller Gebäude mit Glasfaser erschlossen werden. Der Ausbau erfolgt durch das Gemeinschaftsprojekt Glasfaser Garbsen Netzgesellschaft, einer Kooperation zwischen Stadtwerke Garbsen und der Anlagegesellschaft Palladio Kommunal GmbH. Die passive Netzinfrastruktur wird von dieser Gesellschaft gebaut und errichtet. Der aktive Betrieb liegt bei Deutsche Telekom, die das Netz langfristig pachtet.

Mehr als 31.000 Haushalte und Unternehmen in Garbsen sollen im Rahmen dieses Projektes profitieren. Ziel ist eine weitgehende FTTH‑Versorgung („Fiber to the Home“) bis zum Jahr 2030.

Der Glasfaserausbau betrifft nicht nur private Haushalte, sondern auch öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten oder kommunale Einrichtungen. Damit soll sichergestellt werden, dass sowohl private als auch öffentliche Nutzer Zugang zu einem leistungsfähigen Netz erhalten.

Die Erschließung erfolgt in mehreren Ausbauphasen. Der Startschuss fiel bereits mit einem ersten Spatenstich auf dem Mühlenbergsweg. Der Ausbau beginnt im Stadtteil „Auf der Horst“ und in Teilen von Altgarbsen. Weitere Stadtteile folgen sukzessive. Die Tiefbauarbeiten umfassen eine Gesamtlänge von mehreren hundert Kilometern Rohrtrassen, um möglichst viele Gebäude ans Glasfasernetz anzuschließen. Für interessierte Bürger besteht die Möglichkeit, sich über den aktuellen Stand zu informieren und möglicherweise ihren Glasfaseranschluss zu bestellen, sofern die Bauarbeiten und Netzverlegung abgeschlossen sind.

Bedeutung der Glasfaserinfrastruktur für Garbsen

Der Ausbau des Glasfasernetzes in Garbsen legt die Basis für eine moderne digitale Infrastruktur. Schnelles Internet wirkt sich positiv auf Alltag, Wirtschaft und öffentliche Infrastruktur aus. Für private Haushalte bedeutet ein Glasfaseranschluss stabile, schnelle Internetverbindungen — relevant für Home‑Office, Streaming, Smart‑Home oder Online‑Bildung. Für Unternehmen eröffnet ein Gigabitanschluss bessere wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit. Öffentliche Einrichtungen gewinnen in puncto Kommunikation, Datenmanagement und digitalen Services.

Der Ausbau leistet einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Stadt. Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur wird zunehmend zur Voraussetzung für Standortqualität, Attraktivität und Lebensqualität. In diesem Kontext bietet Glasfaser die notwendige Bandbreite und Stabilität für heutige und kommende Anforderungen.

Neue Rechte und Pflichten durch die Gigabit-Infrastrukturverordnung der EU
Glasfaserausbau in Garbsener Ortsteilen schreitet voran, mehr als 31.000 Haushalte und Unternehmen sollen angeschlossen werden.Mit Glas statt Kupfer. Symbolbild (https://www.freepik.com/free-photo/beautiful-optical-fiber-detail_20518447.htm)

Die Gigabit-Infrastrukturverordnung — kurz GIA — ist eine Verordnung der Europäische Union zur Förderung des Ausbaus von Netzen mit sehr hoher Kapazität (VHC‑Netze), zu denen insbesondere Glasfasernetze gehören.

Am 12. November 2025 trat die Verordnung EU-weit in Kraft. Damit gilt sie unmittelbar und muss nicht erst national umgesetzt werden. Für Deutschland ergeben sich in der Übergangsphase bestimmte Pflichten und Anpassungen. Das nationale Recht — insbesondere das Telekommunikationsgesetz (TKG) — muss an die neue Verordnung angepasst werden.

Die GIA verfolgt mehrere Ziele: Erstens soll die gemeinsame Nutzung bestehender physischer Infrastrukturen erleichtert werden (z. B. Leerrohre, Schächte, Masten, bestehende Leitungen). Das soll Doppelausbau vermeiden und Kosten senken. Zweitens sollen Bauarbeiten besser koordiniert werden. Wenn Tiefbauarbeiten notwendig sind, sollen sie gebündelt und koordiniert erfolgen — insbesondere dann, wenn mehrere Infrastrukturen betroffen sind. Somit sinkt die Zahl der Baustellen und der damit verbundene Aufwand für Kommunen, Unternehmen und Anwohner.

Darüber hinaus schreibt die Verordnung Transparenzpflichten vor. Alle Beteiligten — Netzbetreiber, öffentliche Stellen, Bauunternehmen — müssen relevante Informationen über vorhandene Infrastruktur und geplante Baumaßnahmen bereitstellen. Dazu gehören geographische Daten, Art und Nutzung der Infrastruktur sowie geplante Bauzeiten und Arbeiten. Diese Daten sollen über zentrale Informationsstellen abrufbar sein.

Für Neubauten und umfassende Sanierungen sieht die Verordnung vor, dass Gebäude grundsätzlich mit VHC-tauglicher Infrastruktur ausgestattet werden müssen. Das betrifft typische Glasfaser‑ Verkabelung bis ins Gebäude bzw. bis Wohnung. Damit werden Neubauten dauerhaft zukunftssicher vorbereitet.

Genehmigungsverfahren und behördliche Abläufe sollen digitalisiert und beschleunigt werden. Die GIA sieht verbindliche Fristen für Genehmigungen vor. Öffentliche Stellen müssen zentrale Anlaufstellen einrichten. Diese Maßnahmen sollen Verzögerungen vermeiden und Planungssicherheit für Ausbauprojekte bieten.

Damit ergeben sich für Städte wie Garbsen rechtliche Rahmenbedingungen, die einen schnelleren, effizienteren und kostengünstigeren Netzausbau ermöglichen.

Was haben Bürger und Unternehmen davon?
Glasfaserausbau in Garbsener Ortsteilen schreitet voran, mehr als 31.000 Haushalte und Unternehmen sollen angeschlossen werden.Mit „Lichtgeschwindigkeit“ ins Internet. Symbolbild (https://www.freepik.com/free-photo/beautiful-optical-fiber-detail_20518447.htm)

Mit dem Ausbau des Glasfasernetzes und dem Rahmen durch die GIA erhalten Bürger sowie Unternehmen in Garbsen Zugang zu leistungsstarkem, zuverlässigem Internet. Private Haushalte gewinnen Möglichkeiten für schnelles Streaming, Home‑Office, Smart‑Home oder digitale Bildung. Unternehmen erhöhen ihre Wettbewerbsfähigkeit durch stabile, schnelle Datenverbindungen. Öffentliche Einrichtungen können ihre Dienste digitaler und effizienter gestalten.

Der regionale Ausbau trägt zur digitalen Zukunftsfähigkeit der Stadt bei. Bewohner und Firmen erhalten Zugang zu modernen Netzen. Damit entsteht eine Infrastruktur, die heutigen und künftigen Anforderungen gerecht wird.

Wer Interesse hat, kann sich über den aktuellen Ausbau informieren und prüfen, ob ein Anschluss möglich ist. Weitere Details bietet unter anderem ein Informationsangebot der Deutschen Telekom an.

Der gemeinsame Einsatz von Kommune, kommunalen Versorgern und privaten Anbietern verbunden mit den rechtlichen Rahmenbedingungen durch die GIA führt dazu, dass Garbsen auf gute digitale Infrastruktur zusteuert und dabei Transparenz, Effizienz und Nachhaltigkeit verbunden sind.