Er ist einer der großen Hoffnungsträger für die Rückrunde, wird aber auch den Heimstart seiner „Schwarz-Weiß-Grünen“ am Samstag gegen den Karlsruher SC (13 Uhr/Hammer Straße/Sky) wohl wieder verpassen. Weil’s für ihn noch immer etwas unrund läuft…
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Preußen-Stürmer nicht fit. Für Oscar kommt KSC zu früh.
Münsters schwedischer Angreifer Oscar Vilhelmsson (22) ist mittlerweile fast vier Wochen außer Gefecht. Mit muskulären Beschwerden, die auf keinem Untersuchungsbild klar zu erkennen sind. Sportdirektor Jan Uphues (38): „Eine offensichtliche, strukturelle Verletzung liegt demnach nicht vor. Trotzdem spürt Oscar etwas, das ihn unsicher macht. Wir nehmen die Sache sehr ernst und versuchen alles, um ihn wieder beschwerdefrei zu bekommen.“
So suchte Vilhelmsson, der auch im einwöchigen Trainingslager im spanischen Murcia nicht mit dem Team arbeitete und ausschließlich sein Reha-Programm absolvierte, jetzt kurzfristig einen Spezialisten in Darmstadt auf. Der hatte ihm schon während seiner Zeit bei den „Lilien“ (von 2022 bis 2025) mehrfach geholfen. Alles natürlich in enger Absprache mit Münsters medizinischer Abteilung.

Zweimal ließ Oscar Vilhelmsson die Preußen im bisherigen Saisonverlauf jubeln. Der Schwede möchte aber in der Rückserie noch ein paar Tore mehr draufpacken
Foto: David Inderlied/dpa
Vilhelmsson danach mit neuem Optimismus zu BILD: „Es fühlt sich schon viel besser an. Ich werde jetzt auf den Rasen zurückkehren und testen, ob und welche Reaktion sich beim Laufen ergibt. Doch das Spiel gegen den KSC kommt wahrscheinlich noch zu früh für mich.“
Wobei Chefcoach Alexander Ende (46) den langen Skandinavier zumindest als „Joker“ gern auf der Bank hätte. Weil er auch in wenigen Minuten viel bewegen kann, mit seinem schnellen Antritt, der Gradlinigkeit und Torgefahr zu den Top-Stürmern der 2. Liga zählt. Wenn er denn voll fit ist…
Im Kampf um den Klassenerhalt will der Blondschopf auf jeden Fall noch ein gewichtiges Wort mitreden. Vilhelmsson (Marktwert: eine Million Euro), der bislang neun (Kurz-)Einsätze für die „Adlerträger“ und zwei Liga-Treffer auf seinem Konto hat: „Ich bin überzeugt, dass wir genügend Qualität haben, um drinzubleiben. Mein erklärtes Ziel ist es, in den kommenden Wochen und Monaten möglichst mit einigen Toren dazu beitragen zu können.“ Warten wir’s ab…

Mittlerweile sind’s über fünf Monate her, dass sich Antonio Tikvic beim 2:3 in Karlsruhe das Kreuzband riss. Preußens Innenverteidiger will aber noch in dieser Saison sein Comeback feiern
Foto: picture alliance / GES/Markus Gilliar
Auch Antonio Tikvic (21) benötigt weiterhin Geduld. Der junge Innenverteidiger, der sich bei seinem Preußen-Debüt im Hinspiel in Karlsruhe (2:3/2.8.2025) nur acht Minuten nach seiner Einwechslung das Kreuzband riss, macht jedoch große Fortschritte. Nach der Rückkehr aus Murcia, wo er erstmals rund um die Uhr mit der Mannschaft zusammen war („das hat mir richtig gutgetan“), ist er bis Ende Januar wieder in seiner Heimatstadt Hamburg. Anschließend geht’s zur fünfwöchigen „Kompakt-Reha“ ins Gesundheitszentrum „Medicos“ auf Schalke. Tikvic: „Wenn’s keine Rückschläge gibt, will ich Mitte März in Münster langsam ins Team-Training einsteigen.“ Und weiter: „Vielleicht klappt’s ja, dass ich im April sogar noch ein paar Einsatzminuten in der Liga schnappen kann. Das ist mein großes Ziel.“

Stolz präsentiert Jorrit Hendrix die Medaille für das „Tor des Monats“, das er im Mai vergangenen Jahres per Hacke gegen Hertha erzielte. Jetzt steht dieser Kunstschuss des Preußen-Kapitäns in der ARD-Sportschau auch zur Wahl beim „Tor des Jahres“.
Foto: SCP
Auf eine besondere Auszeichnung darf derweil Preußen-Kapitän Jorrit Hendrix (30) hoffen. Nachdem sein irrer Hackentreffer gegen Hertha (2:0) im vorletzten Spiel der vergangenen Saison (9.5.) bereits zum „Tor des Monats“ erkoren worden war, wird dieses „Kunststück“ von der ARD-Sportschau nun auch bei der Wahl zum „Tor des Jahres 2025“ aufgelistet. Mit der Kennziffer „05“.
Die Konkurrenz hat’s allerdings in sich. Dazu gehört unter anderem der legendäre Eckentrick unserer Nationalspieler Joshua Kimmich (30) und Jamal Musiala (22) zum zwischenzeitlichen 2:0 beim 3:3 im Viertelfinale der Nations League gegen Italien. Wer für Hendrix abstimmen will, kann das bis zum 25. Januar unter www.1.sportschau.de/tdm/tdj tun.