Am Mittwoch, 14. Januar, gingen laut Polizei zwei Anzeigen wegen Telefonbetrug ein.

In Langerfeld meldete sich gegen 14.20 Uhr der vermeintliche Sohn eines älteren Ehepaares (w 79, m 84) aus dem Krankenhaus. Er gab eine Corona-Erkrankung vor und eine damit verbundene Behandlung. Das Gespräch wurde von einer Frau übernommen, die sich als behandelnde Ärztin ausgab. In dem Gespräch wurde ein fünfstelliger Euro-Betrag als Vorauszahlung für die Behandlung gefordert. Das Ehepaar übergab nur wenige Minuten später das Geld an ihrer eigenen Haustür nach Angaben der Polizei an einen unbekannten Mann, welcher eine stämmige Figur haben soll, eine Hose mit Tarnmuster und einen schwarzen Rucksack trug. Der Mann fuhr in einen weißen Renault Clio mit polnischem Kennzeichen.

Später gegen 15.30 Uhr rief in Uellendahl die vermeintliche Tochter eine 68-jährige Frau an. In diesem Fall soll die Anruferin vorgegeben haben, einen Unfall verursacht zu haben und nun in Haft zu müssen. Das Gespräch wurde dann von einer anderen Frau übernommen, die sich als Staatsanwältin ausgab. Die Frau bot der 68-Jährigen an, die vermeintliche Tochter aus der Haft „freikaufen“ zu können. Diesem Angebot kam die Uellendahlerin nach und übergab gegen 16 Uhr auf dem Gehweg vor ihrem Haus einen fünfstelligen Geldbetrag und Schmuck an ebenfalls einen unbekannten Mann. Dieser Mann wird als circa 1,80 m bis 1,85 m groß und etwa 35 Jahre alt beschrieben. Zur Tatzeit trug er kurze braune Haare und war dunkel gekleidet. Er entfernte sich in einem schwarzen Pkw.

Zeugen und Hinweisgeber werden gebeten, sich unter 0202 284 0 bei der Polizei zu melden.