Schlechte Stimmung beim FC?
Kwasniok widerspricht eigenem Spieler
15.01.2026 – 18:28 UhrLesedauer: 2 Min.
FC-Trainer Lukas Kwasniok am Mittwochabend in Köln (Archivfoto): Kippt die Stimmung in seinem Kader? (Quelle: IMAGO/imago)
Erst die brodelnde Gerüchteküche, dann ein tapferes Spiel gegen den Rekordmeister. Aber was ist mit der Stimmung im Kader des 1. FC Köln?
Acht Spiele ohne Sieg, kritische Plakate der Ultras – und dennoch besteht Lukas Kwasniok auf guter Laune. Nach dem 1:3 gegen Bayern München widersprach der Trainer des 1. FC Köln seinem Profi Jakub Kaminski deutlich, der die angespannte Atmosphäre im Team thematisiert hatte.
„Die Stimmung bei uns allgemein ist überhaupt nicht schlecht. Das wird mit mir nicht passieren“, stellte der 44-Jährige klar und fügte mit demonstrativer Zuversicht hinzu: „Im Leben gibt es viel, viel härtere Aufgaben.“ Seine Prognose für die kommenden Tage: „Morgen wird hoffentlich wieder ein bisschen gelächelt, am Freitag wird gelacht und am Samstag hoffentlich gewonnen.“
1. FC Köln: Spiel gegen Mainz könnte für Kwasniok entscheidend sein
Dass Kwasniok die Lage beschwichtigen muss, hat Gründe. Beim 2:2 in Heidenheim am Wochenende hatten die Ultras ein Plakat mit der Aufschrift „Kwasni yok“ präsentiert – das türkische „yok“ bedeutet „nein“. Der Trainer, der nach seinem Amtsantritt im Sommer noch einen vielversprechenden Saisonstart erlebt hatte, zeigte sich davon überrascht und getroffen.
Gegen die Bayern zeigte Köln lange Zeit eine starke Leistung. Linton Maina brachte den Aufsteiger in der 41. Minute in Führung, doch Serge Gnabry (45.+5), Min-jae Kim (71.) und Lennart Karl (84.) drehten das Spiel zugunsten der Münchner, die damit die beste Hinrunde der Clubgeschichte perfekt machten.
Mit 17 Punkten steht Köln zur Halbzeit auf Platz zwölf, fünf Punkte vor den Abstiegsrängen. Am Samstag wartet mit dem Tabellen-16. FSV Mainz 05 ein richtungsweisendes Spiel. Sollte es die neunte sieglose Partie werden, könnte die Stimmung endgültig kippen – Kwasnioks Optimismus zum Trotz.
