Der Grundstein bei Fortuna für eine deutlich bessere zweite Jahreshälfte ist gelegt, die Mannschaft von Markus Anfang (51) hat eine starke Vorbereitung hinter sich. Gute Stimmung, gute Leistungen – aber das einzige, was wirklich zählt, sind gute Ergebnisse in der Liga. Und mit denen muss Düsseldorf am Freitag gegen Bielefeld (18.30 Uhr/Sky) starten.
Mit einer Rückkehr in den Pleiten-Modus würden die letzten Wochen mit einem Schlag komplett verpuffen. BILD meint aber: Nicht nur das passiert nicht, sondern auch danach wird Fortuna Düsseldorf nicht mehr in die Krise zurückkehren und relativ schnell die Rettung klarmachen. Aber auch nur, wenn die Mannschaft die Situation wirklich ernstnimmt – diesen Eindruck hat sie in der Hinrunde oft vermissen lassen.
Fünf Gründe für die Fortuna-Wende!
Bewusstsein für die Situation: Den Beweis, dass die Spieler es verstanden haben, müssen sie noch auf dem Platz antreten, im Training konnte man den Eindruck aber gewinnen. In jeder Einheit ging es heiß her, manchmal drohte es sogar, etwas zu hitzig zu werden. Fortuna spielt wieder besseren Fußball, kämpft aber auch um jeden Ball – das ist in der 2. Liga das Allerwichtigste und wird vom Team endlich beherzigt.
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Schluss mit der Seuche: Daniel Thioune (51) hatte das Problem, Markus Anfang (51) hatte das Problem – aber es wurde offenbar gelöst. Fortuna ist ohne neue Verletzung durch die Vorbereitung gekommen und kann jetzt fast aus dem Vollen schöpfen. Grundsätzlich eine Situation, die Anfang sich von Beginn an gewünscht hat, damit kommt aber auch die Aufgabe, die Stimmung in der Truppe zu managen, weil es unzufriedene Spieler geben wird, die auf die Bank oder sogar Tribüne müssen.
Satoshi Tanaka (23): Die Sechser-Position war Düsseldorfs Achillesferse in der Hinrunde. Erst enttäuschte Sotiris Alexandropoulos (24), dann Tim Breithaupt (23) – doch jetzt hat Fortuna mit Tanaka jemanden auf der Position, der richtig aufräumen und das Ball-Kommando übernehmen wird. Mit dem Japaner bekommt das Team das Zentrum endlich in den Griff.
Knipser-Beharrlichkeit: Gegen Liberec (3:1) dachte man schon, der Chancenwucher-Modus wäre wieder auf Hochtouren und Fortuna verliert trotz bester Gelegenheit den einzigen Test der Vorbereitung – doch die Anfang-Truppe blieb dran und schaffte die Wende. Das war ein klares Zeichen, dass es geht und wird den Offensivspielern viel Auftrieb geben.
Versteckte Klasse: Für den Aufstieg ist der Kader zu schlecht, aber er ist auch zu gut für den Abstieg aus der 2. Liga – das ist Fakt. Fast alle Spieler blieben in der Hinrunde unter ihren Möglichkeiten, so extrem kann es gar nicht weitergehen. Florent Muslija (27) und Cedric Itten (29) machen einen Top-Eindruck, was für Fortuna unglaublich wichtig ist, denn das Duo ist hauptverantwortlichen für die Fortuna-Tore – und die beiden werden liefern.