Die angebliche geheime Tochter von Freddie Mercury ist an einem seltenen Chordom gestorben. Was über „B“ und ihre Beziehung zum Queen-Sänger bekannt ist.

„B“ ist tot. Sie starb im Alter von 48 Jahren an den Folgen des Krebses, so die Informationen der Familie gegenüber den Medien. Wer „B“ war? Sie soll angeblich die lange geheim gehaltene Tochter von Freddie Mercury gewesen sein.

Wie das Buch „Love, Freddie: Freddie Mercury’s Secret Life & Love“ der britischen Musikjournalistin Lesley-Ann Jones behauptet, soll Mercury 1976 eine kurze Affäre mit der Ehefrau eines engen Freundes gehabt haben. Aus dieser Begegnung ging angeblich ein Kind hervor, das in Europa lebte und als Gesundheitsfachkraft arbeitete. Sie soll ebenfalls Mutter gewesen sein, was bedeutet, dass Mercury nun posthum Großvater ist. Die Frau, die in der Biografie nur als „B“ bezeichnet wurde, hatte sich nach Jahrzehnten des Schweigens entschlossen, ihre Geschichte zu erzählen – und brachte damit eine völlig neue Dimension in das ohnehin schon schillernde Leben des Sängers.

Demnach wussten lediglich Mercurys engste Vertraute – darunter seine Eltern, seine Schwester, Bandkollegen von Queen und seine langjährige Freundin Mary Austin – von der Existenz der Tochter. Öffentlich wurde dieses Wissen jedoch nie.

Was über die Todesursache bekannt ist

„B“ soll nun nach Angaben ihres Ehemanns Thomas gegenüber „Daily Mail“ an einem seltenen Chordom gestorben sein. Sie hinterlasse zwei Söhne im Alter von neun und sieben Jahren. Ihre Asche sei bereits über den Alpen verstreut worden, so die weiteren Insiderinformationen. Ihr Gatte fügte hinzu: Sie sei „friedlich nach einem langen Kampf gestorben“ und sei „jetzt bei ihrem geliebten und liebevollen Vater in der Welt der Gedanken“.

Erst kürzlich einordnendes Statement seitens „B“

Fünf Monate vor ihrem Tod hatte „B“ ein Statement veröffentlicht, in dem sie über die Herausforderungen schrieb, mit der öffentlichen Wahrnehmung ihres angeblichen Vaters umzugehen. Konkret hieß es von ihr: „Ich wollte meinen Dad nicht mit der ganzen Welt teilen.“ Und weiter: „Nach seinem Tod musste ich lernen, mit den Angriffen und Fehlinterpretationen über ihn zu leben. Ich habe um meinen Dad getrauert, während die ganze Welt um Freddie trauerte. Wenn man 15 ist, ist das nicht einfach.“

Mercury soll aber als Vater engagiert und fürsorglich gewesen sein, mit täglichem Kontakt selbst während Tourneen. Eine eigenständige Regelung außerhalb seines Testaments sicherte zudem das Wohl seiner Tochter – und bewahrte das Geheimnis.

Musikexpress Badge

Empfehlungen der Redaktion

„Wir hatten eine sehr enge und liebevolle Beziehung“

In einem handschriftlichen Brief, der im Buch abgedruckt ist, lässt „B“ wissen: „Freddie Mercury war und ist mein Vater. Wir hatten eine sehr enge und liebevolle Beziehung von dem Moment an, als ich geboren wurde. Die Umstände meiner Geburt mögen für viele ungewöhnlich erscheinen, aber sie haben ihn nie daran gehindert, mich zu lieben und sich um mich zu kümmern.“

Die Biografie beschreibt, wie „B“ von einer liebevollen Familie aufgezogen wurde, aber stets wusste, wer ihr leiblicher Vater war. Bevor Mercury 1991 an einer durch Aids verursachten Lungenentzündung starb, übergab er seiner Tochter 17 umfangreiche Bände seiner persönlichen Tagebücher. „B“ hatte diese jahrelang geheim gehalten, doch schließlich der Journalistin Jones übergeben. Die Tagebücher bildeten die Grundlage für das Buch, das am 5. September 2025 erschien.

Autorin Jones, eine Jugendfreundin von David Bowie, die bereits den Bestseller „Freddie Mercury. Die Biografie“ veröffentlicht hat, zeigte sich überzeugt von der Echtheit der Geschichte: „Mein erster Impuls war Skepsis – aber ich bin mir sicher: Sie ist keine Fantastin. Und sie will weder Geld noch Ruhm.“

Die Beziehungen von Freddie Mercury

Freddie Mercury hatte im Laufe seines Lebens mehrere Beziehungen – sowohl zu Männern als auch zu Frauen. Mit Jim Hutton war er von 1985 bis zu seinem Tod liiert. Besonders bekannt ist seine enge Verbindung zu Mary Austin, die er kennenlernte, als sie 19 und er 24 Jahre alt war – also noch vor seinem internationalen Durchbruch mit Queen. Das Paar lebte zusammen und war sogar verlobt, bis sich Freddie schließlich als homosexuell outete. Kinder hatten die beiden nie, doch Mary blieb bis zu Freddies Tod eine seiner wichtigsten Bezugspersonen. Sie gründete später mit einem anderen Partner eine Familie und bekam zwei Söhne – die enge Freundschaft zu Mercury hielt ein Leben lang. Anfang der 1980er-Jahre hatte Mercury zudem eine Beziehung mit der österreichischen Schauspielerin Barbara Valentin. Doch seine dritte Liaison mit einer Frau – diejenige, aus der angeblich seine Tochter hervorging – blieb bis 2025 ein gut gehütetes Geheimnis.