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Der Millionencoup in Gelsenkirchen hat Folgen, die von der Volksbank begrüßt werden. Kunden kommen in die Bank und dokumentieren ihre Wertsachen.

Lüdenscheid – Neben der Sparkasse an Volme und Ruhr sowie der Vereinigten Sparkasse im MK ist die Volksbank in Südwestfalen größter Anbieter von Bankschließfächern im Märkischen Kreis. Diese sind jedoch Genossenschaftsmitgliedern vorbehalten. Verteilt auf 26 Standorte im gesamten Geschäftsgebiet hält die Volksbank in Südwestfalen rund 7000 Wertschließfächer unterschiedlicher Größen vor, darunter auch in Lüdenscheid, Meinerzhagen, Altena oder Plettenberg.

Edelmetall Symbolbild Ein Mann legt einen Goldbarren in ein Schließfach in einem Tresorraum.Ein Mann legt einen Goldbarren in ein Schließfach in einem Tresorraum. © Sven Hoppe

„Bei unserem Serviceangebot ist es uns als regionaler Genossenschaftsbank wichtig, dass Mitglieder und Kunden in unserem Geschäftsgebiet die Möglichkeit haben, ein Schließfach nahe ihrem Wohnort anzumieten“, sagt Volkbank-Sprecher Benjamin Sekavcnik auf Anfrage. Das Angebot sei nachgefragt.

Bank zufrieden: Kunden schießen nach Gelsenkirchen-Coup Fotos vom Schließfach-Inhalt

Rund zwei Drittel der Schließfächer sind nach Volksbank-Angaben vermietet. Für die Nutzung müssen die Kunden einen separaten Vertrag abschließen. Je nach Standort und Vertrag ist nicht bei allen Schließfächern der Inhalt mitversichert.

Der Einbruch in die Gelsenkirchener Sparkasse mit anschließendem Millionen-Diebstahl ging auch an den Kunden der Volksbank nicht spurlos vorüber. Den Sorgen tritt Sekavcnik entgegen und betont, dass Fälle wie in Gelsenkirchen extrem selten sind; an den Standorten der Volksbank in Südwestfalen sei es zu keinem vergleichbaren Vorfall gekommen. Es bestehe kein Grund für Nutzer, ihre Schließfächer aufgrund der aktuellen Nachrichtenlage zu räumen, erklärt der Volksbank-Sprecher.

Volksbank SymbolbildDie Volksbank in Südwestfalen hält 7000 Schließfächer vor. © Steinsiek.ch/Imago

Der Fokus auf den Einbruch in Gelsenkirchen hat aus Sicht der Volksbank sogar etwas Gutes. „Wir begrüßen es, dass Kunden die aktuelle Berichterstattung zum Anlass genommen haben, ihre Schließfachbestände zu dokumentieren, Wertverzeichnisse anzulegen und aktuelle Fotografien ihrer Wertsachen zu erstellen“, sagt Benjamin Sekavcnik. Man sei davon überzeugt, dass Bankschließfächer „eine wirksame Schutzmaßnahme für physische Wertgegenstände sind“. Sie seien deutlich sicherer als die Aufbewahrung zu Hause.

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Polizei und Verbraucherschützer würden immer wieder darauf hinweisen, dass Bargeld und Wertgegenstände im Haushalt attraktiv für Einbrecher und Trickbetrüger seien. „Vorsicht ist daher geboten, ob bei Anrufen wie beim Enkeltrick oder angeblichen Bankmitarbeitern und Polizeibeamten an der Haustür, die zum Beispiel vorgeben, dass Wertgegenstände bei der Bank nicht sicher seien“, warnt der Volksbank-Sprecher.

Volksbank: Keine konkreten Angaben zu Standort und Sicherheit in Tresorräumen

Konkrete Angaben zu Standortbeschreibungen und Angaben zur Sicherheitsausstattung der Tresorräume macht die Volksbank nicht, „um möglichen Nachahmern keine Hinweise zu geben“. Die Sicherheitsvorkehrungen hätten sich bewährt. „Die Volksbank unterzieht diese Maßnahmen turnusmäßigen Prüfungen und auch technischen Anpassungen beziehungsweise Aktualisierungen“, erklärt Sekavcnik. Ob der Vorfall in Gelsenkirchen Anlass für eine Überprüfung gegeben hat, ließ der Sprecher offen.