Versorgung
Apothekensterben in der Region: So ist die Lage in Solingen und Remscheid
Die Zahl der öffentlichen Apotheken in den Regierungsbezirken Düsseldorf und Köln ist auch im Jahr 2025 weiter zurückgegangen. Immer weniger Apotheken versorgen immer mehr Menschen.
Solingen/ Remscheid. Die Zahl der öffentlichen Apotheken in den Regierungsbezirken Düsseldorf und Köln ist auch im Jahr 2025 weiter zurückgegangen. Zum 1. Januar 2025 waren im Bezirk der Apothekerkammer Nordrhein 1940 Apotheken geöffnet. Bis zum Jahresende kamen zwar 5 neue Apotheken hinzu, gleichzeitig mussten jedoch 48 schließen. Damit sank die Gesamtzahl auf 1897 Apotheken – 43 weniger als im Vorjahr, ein Minus von 2,2 Prozent. Das teilt die Apothekerkammer Nordrhein jetzt mit.
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In Solingen gab es am Stichtag 31. Dezember 2025 31 Apotheken. Das sind sechs Apotheken weniger als zehn Jahre zuvor. Im vergangenen Jahr wurde in Solingen eine Apotheke geschlossen.
In Remscheid gab es am Stichtag 31. Dezember 2025 17 Apotheken. Das sind ebenfalls sechs Apotheken weniger als zehn Jahre zuvor. Auch in Remscheid wurde im vergangenen Jahr eine Apotheke geschlossen.
Um die wohnortnahe Arzneimittelversorgung dauerhaft zu sichern, sieht die Apothekerkammer Nordrhein die Bundesregierung in der Pflicht. Zwar haben CDU/CSU und SPD in ihrem Koalitionsvertrag eine Erhöhung des Apothekenhonorars angekündigt – im Referentenentwurf zur Apothekenreform, den das Bundeskabinett am 17. Dezember vorgelegt hat, fehlt diese jedoch vollständig, heißt es in der Mitteilung der Apothekerkammer.
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„Ohne eine klare und spürbare Anpassung des Apothekenhonorars ist die flächendeckende Versorgung auf Dauer nicht zu halten“, sagt Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein und der Bundesapothekerkammer. „Die Apotheken arbeiten seit Jahren am Limit. Die Honoraranpassung ist kein politisches Wünsch-dir-was, sondern zwingend notwendig.“
ST