
AUDIO: Lärmarbeiten für neue Sternbrücke verschoben (1 Min)
Stand: 16.01.2026 06:44 Uhr
Der Wintereinbruch betrifft auch die Arbeiten an der Sternbrücke in Altona. Die Deutsche Bahn verschiebt ihre extrem lauten Bohrarbeiten fürs neue Fundament der Eisenbahnbrücke. Einige Anwohnerinnen und Anwohner waren aber schon zu Freunden oder ins Hotel gezogen.
Mit achttägiger Verspätung soll nun der extreme Lärm beginnen, der beim Bohren der 56 Fundament-Pfähle an der Stresemannstraße entsteht. Nächsten Dienstag geht es los.
Wintereinbruch hat Anlieferungen verzögert
Ein Bahnsprecher teilte NDR 90,3 mit, die Gründungsarbeiten für die 108 Meter lange Sternbrücke hätten sich aufgrund des heftigen Wintereinbruchs verzögert. Die niedrigen Temperaturen hätten das Anliefern von Beton verhindert. Zudem habe sich die Ankunft der Baumaschinen verzögert.
Zwei sogenannte Großbohrgeräte sollen Bohrpfähle in große Tiefen rütteln und rammen, weil der Boden so weich ist. Das dauert pro Pfahl etwa 50 Stunden.
Wie viele schon weggezogen sind, ist unklar
Weil rund um die Uhr massiver Lärm entsteht, haben 500 Haushalte an der Sternbrücke Anspruch auf Hotelzimmer. Gut 150 nehmen das wahr. Andere sind bei Verwandten oder Freunden untergekommen. Wie viele schon ausgezogen sind, obwohl die Arbeiten später losgehen, ist nicht bekannt. Das Ende der Bohrarbeiten verschiebt sich laut Bahn auf Ende Februar.

Ab 8. Januar bohren Großmaschinen in Hamburg-Altona tiefe Löcher für die Fundamentpfähle. Zum Teil wird auch nachts gearbeitet.

In Hamburg protestierten am Montagmorgen rund 60 Menschen gegen die zurzeit stattfindenden Abholzarbeiten an Straßenbäumen in der Max-Brauer-Alle.

Das Hamburgische Oberverwaltungsgericht hat die Klage von Anwohnern und Umweltschützern abgewiesen. Die Bahn darf die alte Brücke abreißen.
Dieses Thema im Programm:
NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 16.01.2026 | 06:00 Uhr