5in5 Kiel
Drogenszene sorgt für Verzweiflung + SPD und Grüne verteidigen Dezernenten-Plan + Start-up möchte Hautpflege vereinfachen
Guten Morgen!
Der Kampf gegen offenen Drogenhandel und Konsum harter Drogen vor dem Rewe-Markt in Gaarden ist für die Stadt ein Dauerthema. Die Bemühungen sind vielfältig – und dennoch werden die Zustände laut Anwohnern und Ladenbetreibern immer schlimmer.
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Sie haben Angst, schließen ihre Geschäfte oder denken an einen Umzug. Wir haben die Betroffenen vor Ort besucht.
Im Kieler Rathaus hingegen war mein Kollege Tilmann Post, als über das Vorhaben von Grün-Rot debattiert wurde, die frei werdenden Dezernenten-Posten politisch zu besetzen.
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Mit diesen fünf Themen sind Sie bestens informiert für Ihren Freitag in Kiel.
Drogen, Gewalt, Müll: Ladenbetreiber und Anwohner in Gaarden fühlen sich allein gelassen
Darum geht es: Ladenbetreiber und Anwohner in der Elisabethstraße in Kiel-Gaarden sind verzweifelt. Die Zustände durch die offene Drogenszene am Rewe-Markt würden immer schlimmer, beklagen sie. Gewalt, Bedrohungen und Müllberge seien an der Tagesordnung.
Darum ist es wichtig: Die Stadt versucht schon seit Langem, die Szene und den offenen Drogenhandel an der Ecke Karlstal/Elisabethstraße einzudämmen und zu verlagern. Doch die Menschen vor Ort beobachten, dass die Szene stattdessen in letzter Zeit sogar größer wird.
So geht es weiter: Die Stadt plant nun erneut, mit einem neuen Anlaufort, die Drogenszene zum Umzug zu bewegen.
Dezernenten-Wahl in Kiel: Grün-Rot im Verteidigungsmodus
Darum geht es: Fast die gesamte Führungsspitze der Stadtverwaltung in Kiel soll künftig aus Parteimitgliedern von Grünen und SPD bestehen – so will es die grün-rote Rathaus-Kooperation. Nach massiver Kritik aus den anderen Fraktionen hat das Bündnis den Plan nun in der Ratsversammlung verteidigt.
Darum ist es wichtig: Grün-Rot festigt mit der politischen Besetzung der Stadträte die Machtverhältnisse, will aber nicht nur nach politischen Kriterien entscheiden. „Wir weisen entschieden zurück, dass wir Eignung und Befähigung hintanstellen“, sagte SPD-Ratsherr Volkhard Hanns.
So geht es weiter: Die Stadträte für Bildung, Jugend und Kultur sowie Finanzen, Personal, Ordnung und Feuerwehr werden am 19. Februar von der Ratsversammlung neu gewählt. Grün-Rot verfügt über eine Ein-Stimmen-Mehrheit.
Wie ein Start-up aus Kiel mit einer neuen Hautpflege den Markt erobern will
Diese Kieler interessieren uns: Zwei 19-Jährige haben das Start-up „Lunavea“ gegründet. Finn Kuhlmann und Jasper Post wollen damit die tägliche Hautpflege vereinfachen. Sie setzen auf den Pilz Tremella Fuciformis, der ergiebiger als normale Hyaluronsäure sein soll.
Darum sind sie wichtig: Die Kieler zeigen, dass man mit Mut und Visionen die Welt ein Stückchen besser machen kann. Ihre Produkte sind vegan, sie wurden ohne Tierversuche entwickelt und werden in der Region hergestellt.
Das nehmen wir mit: Wenn man für ein Thema brennt, kann man alles schaffen. Obwohl die beiden Jungunternehmer anfangs auf viel Skepsis stießen, glaubten sie an ihre Fähigkeiten und ließen sich nie entmutigen.
Stadt will härter gegen Falschparker in Schilksee vorgehen
Darum geht es: Mit Unterstützung der Kieler Straßenverkehrsbehörde möchte der Ortsbeirat in Schilksee Probleme mit Falschparkern und rücksichtslosen Radlern in der Kurallee und an der Promenade lösen.
Darum ist es wichtig: Seit Jahren beschweren sich Menschen in Schilksee, dass bei gutem Sommerwetter zahlreiche Auswärtige bei der Parkplatzsuche Ausfahrten blockieren oder Radfahren über die Promenade rasen.
So geht es weiter: Das Ordnungsamt will die Promenade verstärkt kontrollieren. Über ein Votum für eine Lösung des Parkplatzproblemss möchte der Ortsbeirat im Februar abstimmen.
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Radweg zwischen Kronshagen und Kiel erntet Spott im Fernsehen
Darum geht es: Der Radweg an der Claus-Sinjen-Straße zwischen Kronshagen und Kiel sorgt bundesweit für Gelächter, nachdem das ARD-Satiremagazin „extra 3“ ihn als Beispiel für Behörden-Irrsinn gezeigt hat. Weiße, genoppte Pflastersteine machen den Radweg schmaler als erlaubt.
Darum ist es wichtig: Der Spott hat einen ernsten Hintergrund: Würde Kronshagen den Weg so belassen, müsste die Gemeinde im schlimmsten Fall 1,5 Millionen Euro Fördermittel an den Bund zurückzahlen.
So geht es weiter: Die umstrittenen Steine werden ausgebaut und andernorts als Blindenleitsystem wiederverwendet.
Bis bald, Florian Sötje
PS: Wenn Sie noch Zeit haben…
… dann lege ich Ihnen meine heutigen Leseempfehlungen ans Herz:
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KN