Ein Brand ist am Donnerstag gegen 10.30 Uhr in einem Hochhaus in der Biermannstraße im Augsburger Bleichviertel (nahe Kahnfahrt) ausgebrochen. Laut Feuerwehr mussten rund 20 Bewohner aus dem Wohnhaus gerettet werden, es gab zwischen 30 und 40 Leichtverletzte durch Rauch. Elf Menschen kamen ins Krankenhaus. Die Feuerwehr hatte den Brand gegen Mittag endgültig gelöscht. Im Augsburger Rettungsdienst wurde angesichts der zunächst unklaren Lage und der Zahl der Verletzten Großalarm ausgelöst. Immer wieder fuhren Einsatzkräfte mit Tragen in Richtung des Hauses.

Der 22-jährige Illia steht in einer Menschentraube an der Biermannstraße. Wie viele andere, die in dem Gebäude wohnen, stammt er aus der Ukraine. Wie er erzählt, sei die Wohnung plötzlich voller Rauch gewesen. „Wir haben schnell unsere Sachen gepackt und haben das Haus verlassen.“

Großeinsatz wegen Brand in Augsburg: Mehr als 100 Einsatzkräfte

Laut Feuerwehrsprecher Friedhelm Bechtel gab es bei dem Brand keine Schwerverletzten. Die Polizei sagte am Mittag, dass man noch keine abschließende Bilanz ziehen könne. Rettungskräfte waren am frühen Nachmittag noch damit beschäftigt, Wohnungstüren in dem Gebäude zu öffnen – auch um zu prüfen, ob sich dahinter weitere Verletzte befinden könnten. Das Gebäude dürfe von den Bewohnern bisher nicht betreten werden, so die Polizei. Für die Betroffenen wurde ein Stadtwerke-Bus vor Ort bereitgestellt, in dem sie warten können. Wie Raphael Doderer, Sprecher der Augsburger Hilfsorganisationen erklärte, waren etwa 100 teils ehrenamtliche Einsatzkräfte aus dem Rettungsdienst vor Ort.

Brand in Augsburger Hochhaus: Die Bilder vom Großeinsatz

Btrand Biermannstraße 16, Augsburg

Pauschalbild

Bei einem Brand in einem Hochhaus nahe der Augsburger Kahnfahrt sind 30 Menschen verletzt worden. Ein Großaufgebot an Rettern war vor Ort.

Bei dem Feuer handelte es sich wohl um einen ausgedehnten Zimmerbrand im zweiten Stock. Die Flammen schlugen beim Eintreffen der Feuerwehr meterhoch aus dem Fenster und drohten auf das dritte Stockwerk überzugreifen. Um die Bewohner zu retten, setzte die Feuerwehr ihr Drehleiterfahrzeug ein. Auch Steckleitern mussten von außen am Gebäude angesetzt werden, um Bewohner zu retten.

Laut Polizeisprecherin Rebekka Oehmichen ist die Brandursache noch unklar. Am Mittag war es für die Brandermittler aufgrund der Hitze noch nicht möglich, eine Untersuchung in der Wohnung durchzuführen, in der das Feuer ausbrach. Auch der Sachschaden stand noch nicht fest. Anwohner waren zeitweise gebeten worden, wegen des Rauchs Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Polizei berichtete zwischenzeitlich auch von Schaulustigen, die die Zufahrt für Einsatzkräfte behinderten. Insgesamt waren rund 220 Einsatzkräfte im Einsatz. Um sicherzustellen, dass im Fall eines weiteren Brandes genug Kapazitäten vorhanden sind, wurden mehrere Freiwillige Feuerwehren zu ihren Gerätehäusern in Bereitschaft alarmiert.

Feuerwehreinsatz in Augsburg: Gebäude sollte eigentlich abgerissen werden

Bei dem Gebäude handelt es sich um das ehemalige Schwesternwohnheim des ehemaligen Hauptkrankenhauses. Seit Jahrzehnten wird es von der städtischen Wohnbaugruppe als Apartmenthaus vermietet. Das Gebäude hat 150 Klein-Wohnungen, zumindest in der Vergangenheit hatte die Stadt ein Wohnungskontingent zur Unterbringung von Flüchtlingen gemietet. Die Wohnbaugruppe hatte ursprünglich vorgehabt, das Gebäude ab diesem Jahr abzureißen, um dort einen Neubau zu errichten. Wegen der Förderkrise im sozialen Wohnungsbau wurden die Pläne auf Eis gelegt.

Die Flammen schlugen aus der Wohnung in dem Augsburger Hochhaus.

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Die Flammen schlugen aus der Wohnung in dem Augsburger Hochhaus.
Foto: Berufsfeuerwehr Augsburg

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Foto: Berufsfeuerwehr Augsburg

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