09:51 UhrÖlpreise geben weiter nach
Die Ölpreise geben weiter nach, nachdem sich die Sorgen über mögliche Lieferunterbrechungen aus dem Nahen Osten abschwächten. US-Präsident Donald Trump hatte sich in der Iran-Krise zuletzt abwartend geäußert. Die Rohölsorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich um 0,3 Prozent auf 63,59 Dollar je Barrel. Das US-Öl WTI notiert 0,2 Prozent schwächer bei 59,06 Dollar.
09:33 UhrPorsche-Absatz bricht in China ein
Porsche hat vor allem wegen eines Absatzeinbruchs in China im vergangenen Jahr zehn Prozent weniger Autos verkauft als im Vorjahr. Insgesamt lieferte die Volkswagen-Tochter knapp 280.000 Wagen an die Kunden aus, wie derSportwagenbauer mitteilte. Die Verkäufe lagen damit erstmals seit 2020 unter der Marke von 300.000 Stück. In China erlitt Porsche die größten Einbußen mit einem Minus von 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf knapp 41.000 Wagen, in Deutschland schrumpfte der Absatz um 16 Prozent. Neben der schwachen Nachfrage nach Luxusprodukten in China belasteten Angebotslücken beim Porsche 718 und dem SUV Macan, das in Europa nicht mehr mit Verbrennungsmotor verkauft wurde, erklärte Vertriebschef Matthias Becker.
09:17 Uhr“Heute ist erst einmal Pause“
Der Dax gibt zum Start in das heutige Geschäft leicht nach. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell im Bereich von 25.335 Punkten, nachdem er gestern 0,3 Prozent fester mit 25.352 Zählern geschlossen hatte. „Die Vorgaben fallen uneinheitlich aus“, kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil. „Heute ist erst einmal Pause nach dem grandiosen Jahresauftakt.“
09:00 UhrExperten: Rezessionsgefahr hat sich leicht erhöht
Die kurzfristigen Aussichten für die deutsche Wirtschaft haben sich offenbar über den Jahreswechsel kaum verändert. Das signalisiert der monatliche Konjunkturindikator des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK). Zugleich habe sich die Rezessionsgefahr für die Wirtschaft leicht erhöht. Für das erste Quartal von Januar bis Ende März weist der Indikator für dieses Szenario eine Wahrscheinlichkeit von 28,0 Prozent aus. Anfang Dezember betrug sie für die folgenden drei Monate noch 26,4 Prozent. Die geringfügige Eintrübung fällt nach Analyse von IMK-Konjunkturexperte Thomas Theobald aber kaum ins Gewicht. Der nach dem Ampelsystem arbeitende Indikator zeige wie im Dezember „gelb-grün“ an, was für ein moderates Wachstum spreche.
08:37 UhrInflationsrate fällt unter Zwei-Prozent-Marke
Sinkende Preise für Benzin, Strom und einige Lebensmittel haben die Inflationsrate in Deutschland im Dezember auf den tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr gedrückt. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich nur noch um 1,8 Prozent zum Vorjahresmonat nach jeweils 2,3 Prozent im Oktober und November, wie das Statistische Bundesamt eine frühere Schätzung bestätigte. Einen niedrigeren Wert gab es zuletzt im September 2024 mit 1,6 Prozent.
Im Gesamtjahr 2025 zogen die Kosten für die Lebenshaltung um durchschnittlich 2,2 Prozent an. In diesem Tempo waren sie bereits 2024 gestiegen. „Die Entwicklung der Verbraucherpreise hat sich damit stabilisiert“, sagte die Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, Ruth Brand.
08:21 UhrTSMC treibt Tech-Aktien und Kospi
An den asiatischen Aktienmärkten setzt sich keine einheitliche Tendenz durch. Gefragt sind nach dem starken Ausblick von Taiwan Semiconductors Manufacturing (TSMC) Techologiewerte. Davon profitiert der Kospi in Seoul, er steigt um 0,6 Prozent und markiert Allzeithochs. Die Börsen in Tokio und in Shanghai können sich dagegen nur behaupten. In Hongkong gibt der Hang-Seng 0,2 Prozent ab. Der Leitindex in Sydney zieht dagegen um ein halbes Prozent an, gestützt vor allem von Gewinnen im Bankensektor.
TSMC gewinnen 2,7 Prozent auf 1.735 Taiwan-Dollar. Der Konzern hatte am Donnerstag nach Börsenschluss einen unerwartet starken Ausblick veröffentlicht. Das Angebot an modernen Chips von TSMC könnte für einige Zeit knapp bleiben, urteilen die Analysten der Citigroup. Sie haben das Kursziel von 2.450 auf 2.600 Taiwan-Dollar angehoben. Trotz der steigenden Kosten für fortschrittlichere Knoten sei KI sowohl für den Umsatz als auch für die Marge positiv. Dies stärke die Fähigkeit des Unternehmens, seine branchenführende Profitabilität über den gesamten Zyklus hinweg aufrechtzuerhalten, so die Analysten. Beim Advanced Packaging gehen die Analysten davon aus, dass die Kapazität von TSMC im Jahr 2026 1,2 bis 1,3 Millionen Wafer erreichen und im Jahr 2027 auf 1,8 bis 2 Millionen steigen könnte. Samsung Electronics gewinnen in Seoul 3,3 Prozent, SK Hynix knapp 1 Prozent.
08:04 UhrWie geht der Dax ins Wochenende?
Die europäischen Aktienmärkte werden zum Wochenausklang zunächst etwas leichter erwartet. So wird der Dax bei 25.290 Zählern gesehen. Die Stimmung ist unverändert gut, mit einem Plus von gut drei Prozent in den ersten beiden Wochen des Jahres ist im DAX bereits einiges eingepreist. Vom kleinen Verfall am Terminmarkt werden am Mittag kaum Impulse erwartet. Das Umfeld ist ansonsten unverändert, die Themen lauten Venezuela, Iran und auch Grönland. Brent handelt bei 63,50 Dollar je Barrel und signalisiert bei unveränderten Kursen gegenüber Vortagesschluss keine veränderte Risikowahrnehmung. Auch Anleihen und Gold starten wenig verändert in den Tag.
Allgemein positiv wird der Zolldeal zwischen den USA und Taiwan gewertet. Wie es von der Societe Generale dazu heißt, scheint Taiwan mit dem von 20 auf 15 Prozent gesenkten Zöllen im Gegensatz zu Südkorea und Japan durch das Abkommen mehr Flexibilität zu genießen, was wahrscheinlich auf seine dominante und nahezu monopolistische Stellung im Bereich fortschrittlicher Chips zurückzuführen sei. Mit Blick auf den globalen Handel wird mit dem EU-Indien-Freihandelsabkommen für Ende das Monats gerechnet.
07:44 Uhr“Prämie deutlich höher als gedacht“: KlöCo vor Kurssprung
„Das Gebot kommt nicht unerwartet, die Prämie ist aber deutlich höher als gedacht“, so ein Marktteilnehmer zu dem Gebot von Worthington Steel für Klöckner. Das Gebot sei mit 11 Euro je Aktie eine deutliche Prämie und sollte helfen, die Annahmequote von 65 Prozent zu erreichen. Die Prämie entspreche dem Unternehmen zufolge 98 Prozent auf den unbeeinflussten volumengewichteten 3-Monatsdurchschnittskurs der Aktie am 5. Dezember 2025. Das Europageschäft hatte zuletzt positive Signale gesendet, der Großteil des Geschäftes werde allerdings in Amerika erzielt. Der Deal zeige zum einen, dass Übernahmen bereits früh im Jahr starten. Zum anderen belege es, dass der Ausverkauf deutscher Unternehmen weitergehe, sagt der Marktteilnehmer.
07:28 UhrEZB-Chefvolkswirt besorgt über Druck auf Fed
Die Europäische Zentralbank (EZB) wird nach den Worten ihres Chefvolkswirts Philip Lane vorerst keine Zinsänderung debattieren, falls die Wirtschaft auf Kurs bleibt. Neue Botschaften wie eine mögliche Abweichung der US-Notenbank Fed von ihrem Kurs könnten die Aussichten jedoch eintrüben, sagte Lane der italienischen Zeitung „La Stampa“. Für die Eurozone wäre es wirtschaftlich schwierig, wenn die Inflation in den USA nicht zum Zielwert zurückkehre. Eine Neubewertung der künftigen Rolle des Dollars könne zudem „eine Art Finanzschock für den Euro“ darstellen.
Hintergrund ist der zunehmende Druck der US-Regierung auf Notenbankchef Jerome Powell. Das US-Justizministerium hat Ermittlungen gegen Powell wegen Kostenüberschreitungen bei einem Renovierungsprojekt eingeleitet. Powell weist die Vorwürfe zurück und bezeichnete das Vorgehen als Vorwand, um ihn wegen von US-Präsident Donald Trump geforderter Zinssenkungen unter Druck zu setzen.
07:08 UhrWeltwirtschaft trotzt Handelsschocks
Die neuen Konjunkturprognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) werden nach Aussage von dessen Chefin Kristalina Georgiewa die Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft belegen. Die Weltwirtschaft wachse „ziemlich stark“, sagte Georgiewa. „Mehr vom Gleichen: Die Weltwirtschaft ist bemerkenswert widerstandsfähig und der Handelsschock hat das globale Wachstum nicht aus der Bahn geworfen“, erklärte sie auf die Frage, was die neuen Prognosen zeigen würden. Der IWF wird seine aktualisierte Prognose voraussichtlich am 19. Januar veröffentlichen. Im Oktober hatte der Fonds seine Prognose für das globale BIP-Wachstum 2025 leicht auf 3,2 Prozent angehoben und die für 2026 bei 3,1 Prozent belassen.
06:52 UhrDeutscher Ausverkauf: US-Konzern will KlöCo schlucken
Worthington Steel will den deutschen Stahl- und Metallverarbeiter Klöckner & Co übernehmen. Darauf hätten sich die beiden Unternehmen geeinigt, teilte Klöckner mit. Worthington biete im Rahmen eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots an alle Aktionäre 11,00 Euro pro Klöckner-Aktie. Es sei eine Mindestannahmequote von 65 Prozent vorgesehen. Der Wert der Transaktion beläuft sich insgesamt auf 2,1 Milliarden Euro.
Vorstand und Aufsichtsrat empfehlen die Annahme. Anfang Dezember hatte Klöckner bestätigt, dass die beiden Unternehmen über ein Übernahmeangebot verhandelten. Worthington ist wie KlöCo ein Metallverarbeiter, der den Kunden etwa beim Flachstahl Vorarbeiten abnimmt und dadurch höhere Margen erzielen kann. Das 1955 gegründete Unternehmen mit Hauptsitz in Columbus im Bundesstaat Ohio beschäftigt rund 6000 Mitarbeiter an 37 Standorten, vor allem in den USA, aber auch in Europa. Einer Präsentation zufolge gehören Zukäufe zur Strategie, wenn die Firmen unmittelbar zu höheren Margen beitragen. Worthington Steel erzielte in dem Geschäftsjahr 2025 (per Ende Mai) einen Umsatz von 3,8 Milliarden Dollar.
06:35 UhrKI-Boom stützt, Sorgen um Yen belasten Asien-Börsen
Die Hoffnung auf einen anhaltenden Boom bei Künstlicher Intelligenz (KI) sorgt für eine uneinheitliche Entwicklung an den asiatischen Börsen. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans legt um 0,5 Prozent zu und bewegt sich in der Nähe seines Rekordhochs. Die Börse in Tokio tendiert hingegen schwächer. Der Nikkei-Index gibt 0,3 Prozent auf 53.927,29 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix notiert 0,2 Prozent niedriger bei 3659,81 Zählern. Der Shanghai Composite verliert 0,2 Prozent auf 4103,45 Stellen, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen um 0,1 Prozent auf 4744,25 Punkte fällt.
In Japan nehmen Anleger nach einer kräftigen Rally Gewinne mit. Der Markt habe nach den starken Zuwächsen in dieser Woche eine Pause gebraucht, sagt Kazunori Tatebe, Chefstratege bei Daiwa Asset Management. Die Gesamteinschätzung habe sich jedoch nicht geändert. Die Rally war von der Hoffnung auf ein Konjunkturpaket von Ministerpräsidentin Sanae Takaichi angetrieben worden, die eine vorgezogene Neuwahl anstreben könnte. Zu den Verlierern zählten die Aktien des Uniqlo-Mutterkonzerns Fast Retailing mit einem Minus von 1,62 Prozent. Dagegen legen die Papiere des Chip-Ausrüsters Advantest um 0,67 Prozent zu.
Im Fokus steht zudem der schwache Yen. Die Währungshüter in Tokio schlossen zur Stützung des Yen keine Maßnahmen aus, auch eine koordinierte Intervention mit Washington sei denkbar, sagt Finanzministerin Satsuki Katayama. Ein schwächerer Yen verteuert die Importe und könnte die Inflation anheizen. Dies wiederum nährt die Spekulationen auf eine baldige Zinserhöhung durch die japanische Notenbank Bank of Japan. Die Rendite der fünfjährigen japanischen Staatsanleihe erreichte daraufhin mit 1,645 Prozent ein Rekordhoch.
06:18 UhrDas ist los im frühen Devisengeschäft
Der Dollar hält sich in der Nähe eines Sechs-Wochen-Hochs, nachdem robuste US-Wirtschaftsdaten die Erwartungen an eine baldige Zinssenkung durch die US-Notenbank Fed dämpften. Im asiatischen Handel verliert der Dollar 0,3 Prozent auf 158,14 Yen und legt leicht auf 6,9661 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückt er etwas auf 0,8024 Franken vor. Der Euro bleibt fast unverändert bei 1,1610 Dollar und zieht leicht auf 0,9317 Franken an.
06:00 UhrKleines Plus mit großer Wirkung
Der Dax ist wieder in der Spur: Im gestrigen Geschäft schloss der deutsche Börsenleitindex 0,3 Prozent fester mit 25.352 Punkten. Zur Wochenmitte hatte er die ersten Verluste in dem noch jungen Börsenjahr 2026 hinnehmen müssen, nach zuvor acht Handelstagen mit Aufschlägen und sechs Allzeithochs. Rekordzahlen des Chip-Auftragsfertigers TSMC hatten den Sektor inklusive Zulieferer gestützt.
Zum Ausklang der Börsenwoche stehen noch einmal Unternehmenszahlen an, aber auch konjunkturseitig ist es interessant, denn der Preisauftrieb in Deutschland dürfte vor der Jahreswende deutlich nachgelassen haben. Klarheit bringen die endgültigen Daten des Statistischen Bundesamtes. Es hat in vorläufigen Zahlen einen Rückgang der Jahressteuerungsrate im Dezember auf 1,8 Prozent gemeldet. Im November hatte die Inflation noch bei 2,3 Prozent gelegen und damit über der Marke von 2,0 Prozent, die von der Europäischen Zentralbank als ideal für die Konjunktur im Euroraum angesehen wird.
Unternehmensseitig veröffentlicht Daimler Truck Absatzzahlen für das abgelaufene Jahr. Daneben steht im milliardenschweren Rechtsstreit um angebliche Krebsrisiken des Unkrautvernichters Glyphosat für den Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer eine richtungsweisende Entscheidung an. Der Oberste Gerichtshof der USA gibt voraussichtlich heute bekannt, ob er den Berufungsantrag des Unternehmens in einem zentralen Verfahren annimmt. Der nächste mögliche Termin für eine Bekanntgabe ist der darauffolgende Dienstag, da der Montag in den USA ein Feiertag ist. Eine Annahme des Antrags wäre für Bayer ein entscheidender Erfolg. Der Konzern hofft, auf diesem Weg grundsätzliche Rechtssicherheit zu erlangen und die Klagewelle in den USA einzudämmen.
Und der Autobauer Porsche legt die Auslieferungszahlen für das vergangene Jahr vor. Die Schwaben litten vor allem unter dem Einbruch in China. Bis Ende September war der Absatz um sechs Prozent weltweit geschrumpft. Bei einem solchen Rückgang im Gesamtjahr hätten die Schwaben erstmals seit 2020 weniger als 300.000 Autos losgeschlagen.