Hätte Union einen Elfmeter bekommen müssen?

Mit dem 1:1 in Augsburg ist der Berliner Bundesligist seit vier Spielen ungeschlagen. Mit dem späten Ausgleich in Unterzahl durch Marin Ljubičić (23, 90.+2) haben die Eisernen erneut ihren Kampfgeist bewiesen. Ganz zufrieden ist Steffen Baumgart (54) nach Abpfiff trotzdem nicht.

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Der Grund: Schon vor der Roten Karte für Derrick Köhn (26) hätte es einen Elfmeter für Union geben müssen. Danilho Doekhi (27) wird nach einer Ecke im gegnerischen Strafraum von Robin Fellhauer (27) gehalten, kann dadurch nicht zum Kopfball gehen. Schiedsrichter Florian Badstübner (34) ließ die Partie weiterlaufen, statt Strafstoß zu pfeifen.

Baumgart zu der Situation: „Das Interessante ist ja, dass die Regel besagt: Er bekommt den Ball nicht mehr, er ist im Zentrum, und er wird gehalten. Ich bin mir relativ sicher, dass wir im Sommer alle gehört haben, dass so etwas geahndet wird. Ist es nicht, also stellt sich die Frage – warum erklärt man uns das? Die Regeln sind nicht von uns, sondern von den Schiedsrichtern gemacht.“

Hinzu kommt Doekhis Torgefahr nach Standards. Der Verteidiger hat diese Saison mehrfach seine Kopfballstärke bewiesen, gehört mit vier Treffern zu Unions besten Torschützen. Hätte er den Ball bekommen, wäre das eine gute Chance zum Ausgleich gewesen.

Baumgart weiter: „Wir werden damit umgehen müssen. Für mich ist es ein Ziehen und Halten, das dieses Jahr unterbunden werden soll. Wurde in diesem Fall nicht gesehen. Daraufhin resultiert die Rote Karte und mein Spieler ist leider dann gesperrt. So ist Fußball.“

Gefährliche Szene: Wilder Karate-Kick von Köhn

Quelle: DFL / BILD16.01.2026

Bitter ist die Sperre für Köhn auch, weil Tom Rothe (21) noch immer verletzt ausfällt. Trotzdem zeigt Baumgart Verständnis für diese Entscheidung des Schiedsrichters: „Bei der Roten Karte, wenn der Fuß so hoch ist und der Gegner getroffen wird, können wir froh sein, dass es keine Verletzung gibt. Das ist dann gerechtfertigt, auch wenn man gesehen hat, dass es keine Absicht war.“

Trotz des Ärgers muss Union jetzt den Blick nach vorn richten: Schon am Sonntag sind die Eisernen beim VfB Stuttgart (15.30 Uhr) zu Gast.