Dynamo Dresden muss mehr Spiele gewinnen. Wie ist eigentlich egal, aber wenn die Defensive selten die Null hält, müssen eben die Torjäger des Tabellenletzten noch mehr netzen. Gut, dass Vincent Vermeij (31) genau das vorm Rückrundenstart am Samstag (13 Uhr) gegen Fürth vorhat…

Die Holland-Kante sagt: „Ich würde gern noch auf eine zweistellige Anzahl an Toren kommen, das hat man als Stürmer immer irgendwo im Blick. Klar ist natürlich, dass der Klassenerhalt über allem steht.“

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Bisher hat der 1,95-Meter-Hüne dreimal in nur 490 Minuten getroffen, weil er kurz nach seiner Verpflichtung lange mit Gürtelrose ausgefallen war. Sieben Dinger mehr sollten für ihn – wenn er mehr auf dem Platz steht – eigentlich drin sein.

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Fakt ist aber, dass Dynamo vor allem in den Schlussphasen mehr Punkte erzwingen muss. Oftmals konnte man da, wenn ein Treffer gebraucht wurde, nicht entscheidend nachlegen. Das beweist die Statistik: Dresden drückte zwischen der 75. und 90. Spielminute nur einen Ball rein. Kein Team der 2. Liga ist schlechter. Zum Vergleich: Der Tabellenvorletzte und anstehende Gegner Greuther Fürth kommt auf sieben Tore in dieser Phase.

Vermeijs Sturm-Konkurrent im Team, Christoph Daferner (28), sieht dies auch als Problem: „In manchen Spielen haben wir es geschafft, noch Wucht zu entwickeln, in manchen aber auch nicht. Das gehört zur Wahrheit dazu, dass wir da nochmal mit aller Macht, entweder noch den Ausgleich oder den Sieg packen müssen.“

Vincent Vermeij (li.) und Christoph Daferner im Dynamo-Trainingslager in der Türkei.

Vincent Vermeij (li.) und Christoph Daferner im Dynamo-Trainingslager in der Türkei.

Foto: BILD

Zusammen standen Vermeij und Daferner allerdings nur einmal 59 Minuten gegen Nürnberg (1:2) auf dem Feld, als Extra-Schlussoffensive noch nie. Sprich: Verfeinert ist das noch nicht, oder? Daferner: „Wir haben überall Luft nach oben. Es sind Dinge, die uns bewusst sind und bei denen wir Schritte gehen müssen.“

Angriffsplan B mit Kutschke und Daferner?

Erstmal setzte Trainer Thomas Stamm (42) in der Vorbereitung vor allem Stefan Kutschke (37) und Daferner nebeneinander ein – vielleicht die auserkorene Alternativ-Variante fürs Spielende.

BILD fragte auch beim Schweizer Chefcoach zum Angriffsplan B nach. Seine Antwort: „Ich würde es differenziert betrachten, weil wir in den letzten Liga-Partien auch hinten heraus die Möglichkeiten hatten, sie für uns zu entscheiden. Es sollte unser Anspruch sein, nicht so oft auf die letzten fünf oder zehn Minuten angewiesen zu sein. Das ist mir lieber, als andere Ansätze zu finden.“

Letztlich hilft es allerdings nur, wenn der Ball einmal mehr als beim Gegner drin ist – und Dynamo Dresden die Klasse noch hält …