Franziska Preuß aus Deutschland in Ruhpolding.

Stand: 16.01.2026 16:02 Uhr

Im fünften Sprintwettbewerb der Saison lieferten sich die Skijägerinnen in der Biathlon-Hochburg Ruhpolding ein packendes Rennen. Die Schwedin Hanna Oeberg stürmte vor der im Gesamt-Weltcup führenden Lou Jeanmonnot zum Sieg. Für Platz drei ließ sich die Italienerin Lisa Vitozzi feiern. Lokalmatadorin Franziska Preuß verpasste vor großer Kulisse das erste Podest des Winters nur knapp. Selina Grotian sicherte sich als 15. die halbe Olympia-Norm.

Unbeeindruckt von der großen und lauten Zuschauerkulisse in der Chiemgau Arena lieferte Franziska Preuß im Sprintrennen über 7,5 Kilometer perfekt ab. Die Negativ-Erfahrung aus der Staffel mit einer Strafrunde hatte sie gut weggesteckt. Preuß räumte alle Scheiben ab. Unter lautstarkem Jubel lief die Oberbayerin ins Ziel und durfte auf einen Top-Platz hoffen. Am meisten freute sich Preuß darüber, „endlich wieder im Stehendschießen mit Null durchzukommen.“ Aber: „Es reicht nicht mehr Null zu schießen, man muss auch schnell Null schießen.“

Öberg auf höchstem Niveau unterwegs

Zu einem Platz auf dem Podest reichte es dann auch nicht, denn die Konkurrentinnen zeigten sich ebenfalls sehr treffsicher – und beeindruckten mit noch schnelleren Laufzeiten. Allen voran Hanna Öberg, die sich schon in Olympia-Form präsentierte. 7,5 Sekunden konnte die Schwedin, die ihren zweiten Sprinterfolg der Saison einfuhr, Lou Jeanmonnot (FRA) abnehmen. Knapp dahinter rückte die Italienerin Lisa Vittozzi (+11.7s) aufs Podest.

Grotian kämpft um Olympia-Ticket

Im DSV-Team kämpfte Selina Grotian (1/0) noch um ihr Ticket für Olympia. Da sie beim Liegendschießen eine Strafrunde kassierte, musste sie bis zum Ende um einen Platz in den Top 15 zittern. Mit ihm hat Grotian mmerhin die Hälfte der geforderten Norm jetzt sicher. Julia Tannheimer (0/1) schob sich als 16. direkt hinter Grotian – ihr Ticket war schon gebucht.

Sophia Schneider (1/1) musste dagegen zwei Strafrunden laufen, konnte sich als 30. aber über Weltcup-Punkte freuen. Ebenfalls 300 Meter extra leistete sich Janina Hettich-Walz (0/2), die sich wie Vanessa Voigt (1/1) noch weit hinter Schneider einreihte. Am Ende enttäuschend für Hettich-Walz und Voigt, die ihre Olympia-Norm schon erfüllt haben.