Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Beziehungen seines Landes zu Europa als schlecht bezeichnet. Bei einem Treffen mit europäischen Botschaftern im Kreml sagte Putin, die diplomatischen Beziehungen liessen derzeit «sehr zu wünschen übrig». Zugleich erklärte er seine Bereitschaft, an einer Wiederherstellung der Kontakte zu arbeiten, wie Medien berichten.

Anlass des Treffens war die Übergabe der Beglaubigungsschreiben von 34 neuen Botschaftern, darunter Vertreter aus Italien, Frankreich, Österreich, der Schweiz, Schweden, Norwegen, Portugal und Tschechien. Trotz «historischer Wurzeln», die Russland mit Europa verbänden, seien Dialog und Zusammenarbeit stark eingeschränkt, sagte Putin. Der Abbruch der Kontakte sei «nicht Moskaus Schuld». Statt eines Dialogs gebe es einen «Monolog» jener Staaten, die anderen vorschreiben wollten, wie sie zu leben haben.

Der italienische Aussenminister Antonio Tajani widersprach deutlich. Die Ursache der diplomatischen Krise sei die russische Invasion in der Ukraine. «Der Kreml hat mit der Invasion in der Ukraine einen Fehler gemacht», sagte Tajani am Rande einer Konferenz in Rom. Italien sei nicht im Krieg mit dem russischen Volk, verteidige aber die Ukraine gegen einen absolut illegitimen Akt.