Für die schwarz-rote Koalition des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner (CDU) bedeutet das weiterhin: Eine Fortsetzung des Bündnisses wäre mit diesen Werten nicht möglich. Politisch machbar wären, wie schon bei den Zahlen im November, allenfalls zwei Dreierbündnisse: entweder eine schwarz-grün-rote Koalition aus CDU, Grünen und SPD mit Kai Wegner an der Spitze oder ein Bündnis aus Linken, Grünen und SPD unter einer dann Regierenden Bürgermeisterin Elif Eralp, die als Spitzenkandidatin der Linken ins Rennen geht.
Für welche führende Regierungspartei sich Grüne und SPD in diesem Fall nach der Wahl entscheiden würden, lassen beide offen. Fest steht nach allen Erfahrungen mit Dreier-Koalitionen auf Landes- und auch Bundesebene nur: Ein Spaziergang würde eine solche Politehe höchstwahrscheinlich nicht werden. Zu groß ist immer wieder die Gefahr, dass sich eine Partei am Tisch zu kurz gekommen oder von den anderen hintergangen fühlt.
Dass das BSW abermals verliert und seinen Abwärtstrend fortsetzt, dürfte wohl weniger mit dem Agieren der Partei auf Berliner Landesebene zu tun haben, als mit dem Zustand, in dem sich das Bündnis Sahra Wagenknecht insgesamt derzeit zeigt – vor allem in Brandenburg mit dem Scheitern der dortigen Koalition.