Nach Empörung und Kritik aus der Kirche äußert sich erstmals die Künstlerin Milena Lorek selbst zur Performance im SWR-Fernsehgottesdienst.

Es ist ein Krippenspiel, das auch drei Wochen nach Weihnachten noch die Gemüter erhitzt. Der Grund dafür: die Darstellung des neugeborenen Jesus im SWR-Fernsehgottesdienst am Heiligabend in der katholischen Kirche St. Maria in Stuttgart. Die 25-jährige Künstlerin Milena Lorek zeigte dort ein ungewöhnliches Jesuskind. „Geburt ist ein schmerzhafter Vorgang. Ich wollte das unbeschönigt zeigen – auch mit den Körperflüssigkeiten, die damit einhergehen“, sagt sie. Ein echter Mensch, der sich im Stroh windet. Gewissermaßen eine Kunst-Performance in der Kirche. Die Bild-Zeitung titelte „ARD zeigt Weihnachtsmesse mit Schleim-Jesus“, und vor allem auch in den sozialen Netzwerken ließ die Kritik nicht lange auf sich warten.