
Der 1. FC Magdeburg knüpft beim überlegenen 3:0-Sieg bei Eintracht Braunschweig in der 2. Fußball-Bundesliga an die starke Form vor der Winterpause an.
Mateusz Zukowski erzielte in der 41. Minute die Führung für die Gäste. Baris Atik sorgte mit seinem Treffer (79.) für die Vorentscheidung, Maximilian Breunig (90.) traf zum 3:0-Endstand. „Ein extren souveräner, überzeugender Auftritt einer Mannschaft, die sich ihrer Mittel bewusst ist“, lobte FCM-Coach Petrik Sander.
Seine Magdeburger konnten damit ihre gute Form ins neue Jahr hinüberretten: Der FCM hat nun vier der vergangenen fünf Spiele gewonnen und setzte seine Aufholjagd fort. Dagegen endete die Erfolgsserie bei den Braunschweigern, die nach zuvor fünf Spielen ohne Niederlage wieder eine Pleite einstecken mussten. Man habe seiner Mannschaft die Winterpause deutlich angemerkt, analysierte Braunschweigs Trainer Heiner Backhaus und gab zu: „Wir haben heute gegen einen sehr guten Gegner gespielt, der uns in allen Belangen überlegen war.“
Die Partie nach der Winterpause begann turbulent: Nach noch nicht einmal 60 Sekunden hatte Magdeburg die erste dicke Chance. Baris Atik spielte Mateusz Zukowski frei, Braunschweigs Keeper Ron-Thorben Hoffmann rettete und verhinderte den frühen Rückstand.
Braunschweig, in weißen Jubiläumstrikots aufgelaufen, hatte massive Probleme beim Spielaufbau, die Gäste übernahmen die Kontrolle – nach zehn Minuten hatte Noah Pesch die nächste Chance, sein Linksschuss flog knapp über die Latte.
Der frisch verpflichtete Faride Alidou, gedacht als Ersatz für den nach Heidenheim abgewanderten Christian Conteh, stand gleich in der Startelf, konnte aber kaum für gefährliche Situationen sorgen – dies galt aber für die komplette Offensive der Braunschweiger.
Erst nach einer halben Stunde gab es so etwas wie Alarm im Magdeburger Strafraum: Erencan Yardimci erwischte einen Eckball mit dem Hinterkopf, traf aber nur das Außennetz.
Zukowski bringt Magdeburg auf Kurs
Magdeburg wartete geduldig auf seine Chancen – und schlug kurz vor der Pause nach einem gut herausgespielten Konter zu: Atik zog aus rund 20 Metern ab, Hoffmann konnte abwehren, aber kein Braunschweiger störte Zukowski entscheidend beim Nachsetzen, der polnische Mittelstürmer jagte den Ball unter die Latte.
Auch nach dem Seitenwechsel zeigte Magdeburg die bessere Spielanlage. Pesch hatte zwei Minuten nach Wiederanpfiff die dicke Chance zu erhöhen, Braunschweigs Kevin Ehlers ging im letzten Moment dazwischen.
Braunschweig offensiv harmlos
Die Braunschweiger waren bemüht, brachten aber nach vorne weiter kaum etwas Konstruktives zustande und machten auch aus den Standardsituationen zu wenig.
Die Gäste waren dem zweiten Treffer näher – und Zukowski dem Doppelpack: Nach einem Steilpass eine Viertelstunde vor Schluss war der FCM-Stürmer durch und zielte aufs kurze Eck, Hoffmann parierte und hielt die Eintracht im Spiel. Aber nur vorerst – vier Minuten später setzte der eingewechselte Rayan Ghrieb mit einem schönen Seitenwechsel Atik in Szene, Magdeburgs Antreiber zog nach innen und vollendete aus rund zwölf Metern.
Das Spiel war entschieden, Ghrieb wirbelte kurz darauf erneut durch den Braunschweiger Strafraum, Hoffmann musste erneut eine Glanzleistung zeigen. Seine Vorderleute hatten in den letzten Minuten kaum noch etwas entgegenzusetzen, Breunig schob erneut nach Vorarbeit von Ghrieb überlegt zum 3:0-Endstand ein.
Braunschweig in Fürth, Magdeburg gegen Dresden
Für Braunschweig geht es am 19. Spieltag mit einem Auswärtsspiel am Samstagmittag (13.00 Uhr) bei Greuther Fürth weiter. Magdeburg empfängt am Samstagabend Dynamo Dresden (20.30 Uhr).