Die ruhigen Atrium-Hallen des Congress Centrums Suhl werden an diesem Donnerstagabend neu belebt. Die Galerie darf ihre neuen Kunstwerke und somit auch die Künstlerin und Preisträgerin Marianne Dietz begrüßen. Eine Kunst fernab von großen Gemälden oder präzisen Fotografien. Es sind die kleinen, aber feinen Medaillen, die nun in den Schaukästen ihren Platz gefunden haben und ihre ganz eigenen Geschichten erzählen. „Die Kunstentwicklung geht leider da hin: Je größer die Kunst, desto wichtiger ist sie. Die kleinen Kunstwerke dürfen hierbei aber keineswegs übersehen und unterschätzt werden“, sagt Preisträgerin Marianne Dietz. Sie lebt ihre Leidenschaft und hat ihren Traum zu ihrer Berufung gemacht. Mit der Medaille „Erbarmen“ gewinnt sie 2025 den Deutschen Medailleurpreis. Das Gewinner-Kunstwerk ist geprägt durch einen anmutigen, schlanken und weiblichen Frauenkörper. Eine Natürlichkeit, auf die Marianne Dietz auch in ihrem künstlerischen Lebenslauf wert legt. Sie wollte etwas erreichen und hat es geschafft. Geboren und aufgewachsen ist Marianne Dietz in der Oberpfalz. Nach ihrem Abitur im Jahr 1977 beginnt sie ihr Studium an der Fachoberschule für Gestaltung in Würzburg und wechselt nach ein paar Jahren nach Nürnberg. Mit dem Diplom im Grafikdesign 1985 legt sie den Grundstein.