„Der Himmel über dem Hafen hatte die Farbe eines Fernsehers, der auf einen toten Kanal geschaltet war.“ Mit diesem ikonischen Satz beginnt William Gibsons einflussreicher Cyberpunk-Roman Neuromancer*  von 1984. Ein grundlegender Stoff im dystopischen Sci-Fi-Subgenre, in dem Cyberspace-Hacker und Straßen-Samurais sich mit augmentierten Körpern megalomanischen Mega-Corporations und künstlichen Intelligenzen entgegenstellen.

An einer Verfilmung bissen sich etwa 40 Jahre lang allerlei Leute die Zähne aus. Bis jetzt, denn mit der Neuromancer-Serienumsetzung von Apple TV+ soll der Cyberpunk-Urtext endlich auf den Bildschirmen landen.

Sci-Fi-Highlight 2026: Die Neuromancer-Serie von Apple TV+ entführt uns in den Cyberspace

Die Apple-Serienadaption von Neuromancer wird von Showrunner Graham Roland (Dark Winds) und Co-Schöpfer J.D. Dillard (Devotion) in Angriff genommen, die für Staffel 1 zehn Episoden vorbereiten. Schauspieler Callum Turner, der aktuell als James Bond-Favorit gehandelt wird, übernimmt die Hauptrolle des Hackers Case. Der musste seine Cyber-Träume vorerst an den Nagel hängen, nachdem er bei illegalen Aktivitäten im Netz erwischt wurde. Nun sind seine Nervenenden dermaßen beschädigt, dass er nicht mehr in den Cyberspace eintauchen kann. Doch dann tut sich Case eine Chance auf.

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Der suizidale Konsolen-Cowboy soll gemeinsam mit der Auftragskillerin Molly (Briana Middleton) einen Auftrag erledigen. Dabei handelt es sich um einen gefährlichen Heist, mit dem sie sich die einflussreiche Cyber-Dynastie Tessier-Ashpool zum Feind machen könnten.

Weitere Rollen in der Neuromancer-Serie haben Mark Strong als ehemaliger Soldat Armitage, Joseph Lee als Ninja-Bodyguard Hideo, Peter Sarsgaard als John Ashpool, Emma Laird als Linda Lee und Clémence Poésy als Marie-France Tessier. Gedreht wird seit letztem Jahr in Tokio.

Vergangene Neuromancer-Verfilmungen verliefen im Sande

Genau wie Dune galt Neuromancer lange Zeit als unverfilmbar. Trotzdem gab es seit den 80er Jahren schon Bemühungen, den Sci-Fi-Stoff auf die Leinwand zu bringen. Zuerst durch Ridley Scott und Mel Gibson, danach mit Chris Cunningham als Regisseur, den man vor allem durch aufsehenerregende Björk-Musikvideos kannte. Später versuchten sich auch noch Chuck Russell, Vincenzo Natali und Tim Miller an einer Umsetzung, immer jedoch mit dem Ergebnis: Computer sagt nein.

Im Februar 2024 kündigte Apple dann per Pressemitteilung  an, Neuromancer nicht in Film-, sondern Serienform umzusetzen. Und sollte die Debüt-Season ähnlich erfolgreich wie die Foundation-Umsetzung sein, wird es den Machern nicht an Nachschub mangeln. Mit den Romanen Biochips (im Original Count Zero) und Mona Lisa Overdrive lieferte Gibson schließlich zwei Fortsetzungen ab, was insgesamt die Neuromancer- beziehungsweise Sprawl-Trilogie ergibt.

Hier der Ankündigungs-Teaser zur Neuromancer-Serie:

Neuromancer – S01 In Production Teaser (English) HD

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Bleibt eigentlich nur die Frage, ob man sich vom Production-Design her an modernem Cyberpunk mit kabellosem WiFi und cleanen Oberflächen orientiert, oder sich voll und ganz dem Retro-Charme von Neuromancer hingibt: Kabelsalat und Punk-Ästhetik der 80er inklusive.

Wann kommt die Neuromancer-Serie zu Apple TV+?

Ein genaues Startdatum hat Apple für Neuromancer noch nicht einprogrammiert. Es heißt aber, die Serie soll im Laufe des Jahres 2026 erscheinen. Wer bis dahin schon mal ein bisschen Cyberpunk der Marke William Gibson ansehen möchte, kann die Sci-Fi-Serie Peripherie bei Amazon Prime Video streamen, oder sich den Film Vernetzt – Johnny Mnemonic als Leih- und Kauftitel über die üblichen Stellen auf den Bildschirm holen.

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