
AUDIO: Werder-Torschütze Njinmah: „Enorm bitter“ (3 Min)
Stand: 17.01.2026 00:47 Uhr
Werder Bremen hat am Freitagabend auch das siebte Bundesligaspiel in Folge nicht gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Horst Steffen kam gegen Eintracht Frankfurt nicht über ein 3:3 (1:1) hinaus.
Es war eine wilde Partie, die keinen Sieger verdient hatte. Zweimal gelang es den Bremern durch Justin Njinmah (29.) und Jens Stage (78.) einen Rückstand auszugleichen. Für Frankfurt hatten Arnaud Kalimuendo (1.) und Nnamdi Collins (56.) getroffen. Werder ging durch Neuzugang Jovan Milosevic sogar mit 3:2 in Führung (80.). Doch Frankfurts Ansgar Knauff hatte tief in der Nachspielzeit das letzte Wort.
„Wenn du gefühlt bis zur letzten Sekunde führst, dann fühlt es sich wie eine Niederlage an. Vor allem, weil wir ein gutes Spiel gemacht haben“, sagte Torschütze Njinmah und fügte hinzu: „Es ist enorm bitter.“

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Werder zeigt früh Nehmerqualitäten
Frankfurt hatte Werder im wahrsten Sinne des Wortes kalt erwischt. In den ersten Sekunden der Partie ging den Bremern noch alles viel zu schnell, schließlich spitzelte Kalimuendo den Ball ins Bremer Tor. Sechs Spiele ohne Sieg und dann auch noch der Rückstand in der ersten Minute – die Hypothek für dieses Duell hätte kaum schwerer sein können.
Aber die Bremer wirkten nicht etwa geschockt. Mit mehreren kleinen Möglichkeiten näherten sie sich an. Die beste hatte nach einem Frankfurter Fehler Njinmah, der aber vorbei schoss (20.).
Und auch wenn Ellyes Skhiri nach einer Ecke auf der anderen Seite das 2:0 auf dem Kopf hatte (24.), blieb Werder dran – und mit seiner zweiten Großchance traf Njinmah. Der pfeilschnelle Angreifer stellte fünf Minuten später wieder alles auf Anfang.
Werder dreht das Spiel, aber Frankfurt jubelt doch noch
Doch Werder konnte den Schwung nicht mitnehmen. Die Partie blieb bis zur Pause ereignisarm. Und elf Minuten nach Wiederanpfiff führten die Hessen erneut. Die Bremer patzten im Spielaufbau und pennten dann im Kollektiv – Collins besorgte das 2:1 für Frankfurt (56.).

Der 20-Jährige machte zuletzt im Trikot von Partizan Belgrad auf sich aufmerksam und geht nun bis zum Saisonende für Werder auf Torejagd.
Ihre Nehmerqualitäten zeigten die Bremer aber erneut. Zwar vergab Njinmah die Chance aufs schnelle 2:2 (68.). Und Fares Chaibi hätte frei vor Werder-Keeper Mio Backhaus das Spiel entscheiden können (76.). Doch die Norddeutschen wollten unbedingt mal wieder einen Dreier einfahren.
Erst traf Stage per Kopf zum erneuten Ausgleich (78.). Zwei Minuten später war die Partie dank Milosevic gedreht. Aber Frankfurt gab sich nicht geschlagen und blieb bis zum Ende dran. In der vierten Minute der Nachspielzeit traf dann Knauff zum insgesamt verdienten Unentschieden, das es aber erst nach Videobeweis gab. Der Ball hatte bei der Flanke zu Werders Leidwesen die Torauslinie nicht im vollen Umfang überquert.
18. Spieltag, 16.01.2026 20:30 Uhr
Backhaus – Pieper, Friedl, Coulibaly – Sugawara, Lynen, Schmidt (64. Milosevic) – R. Schmid, Stage – Njinmah (89. Topp), Grüll (75. Mbangula)
3
Santos – Collins, R. Koch, Theate – Kristensen (52. Knauff), Dahoud (65. Uzun), Skhiri, Brown – Doan (83. Amaimouni-Echghouyab), Chaibi (83. Höjlund) – Kalimuendo
3
Tore
- 0:1 Kalimuendo (1.)
- 1:1 Njinmah (29.)
- 1:2 Collins (56.)
- 2:2 Stage (78.)
- 3:2 Milosevic (80.)
- 3:3 Knauff (90. +4)
