Jetzt zählt’s wieder: Am Samstag (14 Uhr) empfängt Hansa Rostock den FC Erzgebirge Aue. Für FCH-Coach Daniel Brinkmann ist klar, worum es geht. Seine Botschaft an die Mannschaft ist unmissverständlich: Leichtsinn ist verboten.
Brinkmann experimentiert vor dem Rückrundenstart nicht. In der Vorbereitung setzt er bewusst auf Kontinuität. Große Experimente vor dem Wochenende? Gibt es nicht. Die Abläufe sitzen, die Struktur steht. „Mal vorsichtig formuliert, kann man schon davon ausgehen, dass die Startelf am Wochenende auch viele Bestandteile aus der letzten Startelf hat“, so der Trainer.
Brinkmann setzt auf Stabilität
Klare Worte vom Chef an der Seitenlinie. Brinkmann vertraut auf das Gerüst, das sich zuletzt bewährt hat. Er will Ruhe und Stabilität – gerade jetzt, wo es wieder um Punkte geht und jeder Fehler wehtun kann.
Gleichzeitig unterschätzt er den Ost-Rivalen nicht. Aue ist für ihn kein Team, das man allein nach der Tabelle bewerten darf. „Am Ende des Tages ist Fußball ein Tagesgeschäft und die letzten Spiele haben einfach gezeigt, dass Aue da sehr konkurrenzfähig ist.“
Aue tauscht den Torwart
Bei den Veilchen sorgt vor dem Spiel eine Personal-Entscheidung für Aufmerksamkeit. Der Kumpelklub startet mit Louis Lord (22) als Nummer 1 in die Rückrunde. Der junge Torhüter verdrängt damit Kapitän und Aue-Legende Martin Männel (37) zunächst auf die Bank.
Trainer Jens Härtel begründet den Schritt offen: „Wir haben uns für das Spiel in Rostock entschieden, dass Louis im Tor stehen wird. Er war im Flow, und es gab keinen Grund, etwas zu ändern.“ Männel hatte vor der Winterpause verletzt gefehlt, ist nun aber wieder fit.

Platzt bei Aue Torjäger Marcel Bär (33) der Knoten?
Foto: PICTURE POINT
Kehrt Bär in Aues Startelf zurück?
Auf dem Papier reist zwar das zweitschlechteste Auswärtsteam der Liga nach Rostock, doch Brinkmann schaut genauer hin. Für ihn spielt auch die Ligapause eine Rolle. „Ich glaube, ihnen tat die Pause auch gut“, sagt er und verweist dabei auf die mögliche Rückkehr von Aue-Torjäger Marcel Bär.
Bei der Kogge sind die personellen Vorzeichen klar. Miłosz Brzozowski, Paul Stock und Felix Ruschke fehlen.