Ist Werders Sturm-Problem endlich gelöst? Beim 3:3 gegen Eintracht Frankfurt trifft Neuzugang Jovan Milosevic (20/kam per Leihe aus Stuttgart) direkt beim Heimdebüt. Es war die erste (!) Bude eines klassischen Neuners in der bisherigen Saison. Der Serbe musste den Ball zum zwischenzeitlichen 3:2 zwar „nur“ aus 16 Metern ins Tor schieben, doch selbst solche Treffer blieben an den vorherigen 16 Spieltagen aus.

„Das dritte Tor war gar nicht so leicht. Den musst du erst mal so in die Ecke legen. Er weiß, wie er sich zu bewegen und mit dem Ball umzugehen hat. Es ist gut für die Mannschaft zu sehen, dass jetzt einer da ist, der das Tor trifft“, hat auch Trainer Horst Steffen (56) Hoffnung, dass Milosevic Werder noch viele weitere Treffer beschert.

Werder Bremen hat endlich einen Knipser

Auch der Torschütze selbst sprach nach dem Spiel. Doch die Gefühle der VfB-Leihgabe waren gemischt. Milosevic: „Ich bin vor allem enttäuscht. Aber wir müssen die positiven Dinge rausziehen, auch die Fans waren der Hammer. Ich bin natürlich froh, dass ich mein Bundesliga-Tor erzielt habe. Es war einer der besten Momente in meinem Leben.“

Werder war gegen eine schwache Eintracht über weite Strecken das bessere Team. Zunächst schmort Milosevic wie gegen Dortmund (0:3) noch auf der Bank und sieht, wie Justin Njinmah zum zwischenzeitlichen 1:1 trifft und Werders Tor-Fluch (311 Minuten ohne Bude) beendet. Doch die Bremer bringen sich selbst um den Lohn. Erst sorgt eine Fehlerkette für den erneuten Rückstand. Anschließend drehen Jens Stage und eben Milosevic, der in der 64. Minute auf das Feld kam, die Partie. Der Schlusspunkt gehört aber Frankfurt, das in letzter Sekunde nach VAR-Angriff noch dramatisch ausgleicht. „Wir haben zwei Punkte verloren, nicht einen gewonnen“, sagt ein geknickter Jens Stage.

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Obwohl die Enttäuschung nach sieben sieglosen Spielen in Folge bei allen überwiegt, dürfen die Bremer nun etwas positiver auf die kommenden Wochen blicken. Und daran hat Werders neue Sturm-Hoffnung Jovan Milosevic großen Anteil.