Einige Dinge sollte man besser lassen, wenn man beschließt, den Ballettabend „Grey Area“ der Deutschen Oper am Rhein anzuschauen: Man sollte keine Handlung suchen. Man sollte nicht versuchen, eine Geschichte zu konstruieren oder Zusammenhänge zu suchen. Man sollte nicht die Sinnfrage stellen. Aber wer sich im Niemandsland zu Hause fühlt, wer mit Unschärfen, Bruchstücken, Traumsequenzen leben kann, sich im Gefühl des Fallens erkennt, wer Grauzonen aushalten kann, der kann sich in diesen drei kurzen lyrisch-abstrakten Balletten und ihren Musiken finden, die jetzt im Theater Duisburg Premiere feierten.