Berlin – Am Samstagabend (Anstoß 18.30 Uhr) gibt’s den Bundesliga-Kracher Bayern München gegen RB Leipzig – aber ohne AfD-Parteichef Tino Chrupalla (50)! Er hatte zwar VIP-Tickets für das Spiel in Leipzig, doch die wurden kurzfristig von RB Leipzig storniert, berichtet die „Berliner Zeitung“.

Chrupalla hat einen Verdacht: Er sei beim Ost-Top-Club RB Leipzig unerwünscht, die Tickets seien deshalb kurzfristig storniert worden. „Ich bin verwundert, dass die Eintrittskarten seitens des Veranstalters in dem Moment annulliert wurden, als ich im Buchungssystem meinen Namen hinterlegt habe“, so AfD-Chef Chrupalla zur Zeitung. Der Verein werbe damit, dass zwar jeder willkommen sei, aber „anscheinend nicht alle“.

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Chrupalla hat die zwölf VIP-Tickets nicht selbst geordert. Für ihn und fünf Unternehmer-Freunde mit ihren Partnerinnen habe ein ihm bekannter Spielerberater die VIP-Tickets organisiert. Als er sich über die RB-App auf dem Handy die Tickets personalisieren lassen wollte, seien diese gelöscht worden.

Chrupalla beim EM-Halbfinale Niederlande - England in Dortmund (2024)

Chrupalla (2024) beim EM-Halbfinale Niederlande gegen England in Dortmund

Foto: Friso Gentsch/dpa

RB Leipzig widerspricht Chrupalla

Auf BILD-Anfrage weist ein RB-Leipzig-Sprecher die Vorwürfe zurück. „Dem von Herrn Tino Chrupalla skizzierten Vorgang widersprechen wir deutlich. Wir halten fest: Herr Tino Chrupalla hat noch nie Karten für ein Heimspiel von RB Leipzig käuflich erworben – weder für die Partie gegen den FC Bayern München noch in der Vergangenheit“, sagt er zu BILD.

Der Verein macht deutlich: „Es gab auch zu keinem Zeitpunkt ein oder mehrere Tickets, die auf den Namen Tino Chrupalla personalisiert waren.“ Damit widerspricht RB Leipzig explizit Chrupalla.

Grund für die Stornierung laut RB-Sprecher: Es sei „vor diesem besonders stark nachgefragten Heimspiel gegen den FC Bayern in unseren VIP-Bereichen zu Überbuchungen gekommen“. Den Käufern sei ein „Kompensationsangebot unterbreitet“ worden.