Beim 1:5-Debakel in Hoffenheim saß Florian Neuhaus (28) am Mittwoch überraschend 90 Minuten auf der Bank. Zum Jahresauftakt, beim starken 4:0-Sieg im Borussia-Park gegen den FC Augsburg, hatte der Routinier im zentralen Mittelfeld noch wie gewohnt die Fäden gezogen. Samstag (15.30 Uhr/Sky) beim Hamburger SV sollte Neuhaus aber dringend in die Startformation zurückkehren …
Trainer Eugen Polanski (39) hatte nach der Hoffenheim-Klatsche erklärt, warum er sein Team umgebaut hatte: „Wir wollten gegen einen intensiven Gegner ein wenig mehr Zweikampfstärke und defensives Denken auf dem Platz haben.“
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Das klappte aber überhaupt nicht, ziemlich alle Borussen ließen sich von der aggressiven Gangart der Hausherren von Beginn an den Schneid abkaufen. Stattdessen bewies die Partie, dass Neuhaus plötzlich unverzichtbar bei Borussia ist – obwohl Zweikampfstärke und defensives Denken nicht seine größten Stärken sind!
Als Antreiber der Offensive und Lenker in der Mittelfeldzentrale drückt der Ex-Nationalspieler den Fohlen aber den Stempel auf. Und das beweisen auch die nackten Zahlen: Steht Neuhaus in dieser Saison auf dem Rasen, gab es in diesem Zeitraum 18:6-Tore FÜR Borussia. Steht Neuhaus nicht in der Startelf, sitzt auf der Tribüne oder ist bereits ausgewechselt, kommen die Fohlen auf die Grusel-Ausbeute 5:23 Tore. So, als ob bei Borussia ohne Neuhaus der Stecker gezogen wird …
Neuhaus hat auch den besten Punkteschnitt
Neuhaus hat bei seinen Einsätzen (natürlich) mit 1,46 Punkten pro Partie auch den besten Schnitt aller Borussen, die mindestens fünfmal in der Startformation standen. Borussia kommt nach der Hinrunde bei 19 Punkten aus 17 Spielen lediglich auf einen Schnitt von 1,22 Punkten.
Eigentlich alles klare Zeichen dafür, dass Neuhaus Samstag beim heimstarken Bundesliga-Aufsteiger Hamburger SV wieder in Gladbachs Startformation stehen sollte …