Am Ende feierten Shinta Appelkamp (25) und Zan Celar (26) den späten Siegtreffer durch Cedric Itten (29) und das 1:0 gegen Bielefeld mit ihrem Team – doch ganz persönlich war es für sie ein Flop-Abend. Der ihnen auch zeigt, dass die nächsten Wochen sehr schwierig werden könnten.

Denn obwohl beide Spieler in der Vorbereitung überzeugt haben, zeigte ihnen Markus Anfang (51) weitgehend die kalte Schulter. Anouar El Azzouzi (24) schaffte es statt Appelkamp wieder in die Startelf, bei Celar war der Bankplatz nicht ganz so überraschend, dass er dort aber schon zum vierten Mal unter dem aktuellen Trainer über die gesamte Spielzeit schmoren muss, nach seiner Verwandlung vor dem Rückrunden-Start in der 2. Liga aber nicht zu erwarten. Die Vorbereitung hat offenbar nichts daran geändert, dass Appelkamp und Celar bei Anfang einen schweren Stand haben.

Anfang: Intensität und Tempo gegen Shinta und Celar

Der Coach über die Mittelfeld-Entscheidung: „Die fiel wegen der Intensität, ‚Anou‘ hatte im Spiel gegen Liberec (3:1, d. Red.) ja gezeigt, dass er eine hohe Intensität fährt – und wir haben im Spiel gesehen, dass auch Bielefeld sehr intensiv spielt. Ich habe mir auch erhofft, mit Shinta hintenraus jemanden zu bringen, der genau den richtigen Ball spielt, weil er aus dem Druck heraus noch die ein oder andere gute Lösung hat. Ich weiß, dass er auch eine gewisse Intensität mitgehen kann, aber wir haben heute darauf gesetzt, im Zentrum mit mehr Spielern zu arbeiten, die mehr von der Intensität kommen. Shinta wäre vielleicht derjenige, der den ein oder anderen Ball besser angebracht hätte.“

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Und über Celars Nicht-Einsatz sagte Anfang: „Wir brauchten neben Cedric Itten einen Tempospieler, der anläuft. Luca Raimund hat mehr Tempo als Zan, wir hatten also die Wahl, ob wir ‚Cedi‘ rausholen und Zan bringen oder Luca reinbringen, wenn wir Chris auswechseln, um den gleichen Spielertypen zu haben. Wir wollten noch einen schnellen Spieler dazustellen, deswegen fiel die Entscheidung so. Wir haben aber auch kurz überlegt, Luca auf die Außenposition zu stellen und Zan reinzubringen, um volles Risiko zu gehen.“
Am Ende hat Fortuna Düsseldorf ohne Celar und mit einem kleinen bisschen Appelkamp (kam in der 81. Minute) das Spiel für sich entschieden – so schmerzhaft diese Anfang-Klatsche für sie ist: Wer gewinnt, hat immer recht.