Netflix verabschiedet sich heute von einem mitreißenden Kriegsfilm, der sich seit mehreren Monaten im Streaming-Abo befindet, jedoch nur wenigen deutschen Filmfans bekannt ist. Jetzt habt ihr die letzte Chance, den von Angelina Jolie inszenierten Unbroken zu schauen. Euch erwarten 137 einnehmende Minuten voller Leid und Hoffnung.
Verschwindet bei Netflix: Angelina Jolies packender Kriegsfilm Unbroken mit Jack O’Connell
Erzählt wird in Unbroken die Geschichte des US-amerikanischen Leichtathleten Louis Zamperini (Jack O’Connell). 1936 tritt er bei den Olympischen Spielen in Berlin für sein Heimatland an. Kurz darauf verteidigt er dieses im Krieg und stürzt mit seiner Maschine im Pazifischen Ozean ab – ohne jegliche Aussicht auf Rettung.
Gemeinsam mit zwei Kameraden, namentlich Russell Allen „Phil“ Phillips (Domhnall Gleeson) und Francis „Mac“ McNamara (Finn Wittrock), treibt er wochenlang in einem Schlauchboot umher, bis ihn eine helfende Hand aus dem ewigen Blau befreit. Die Rettung erweist sich jedoch als Einzug in ein japanisches Kriegsgefangenenlager.
Unter dem strengen Regiment von Mutsuhiro Watanabe (Miyavi), dem sadistischen Kommandanten des Lagers, erleiden Louis und seine Kameraden weitere Qualen. Mit jedem Tag, der vergeht, schwindet die Aussicht auf Erlösung aus dieser Hölle. Nicht zuletzt erklärt Watanabe Louis zu seinem persönlichen Erzfeind.
Unbroken macht bei Netflix das Leid der Soldaten im Kriegsgefangenenlager greifbar
Grundlage des Films bildet die gleichnamige Biografie von Laura Hillenbrand aus dem Jahr 2010. Angelina Jolie hat die wahre Geschichte in ein niederschmetterndes, geradezu zermürbendes Kriegsdrama verwandelt, das uns die vergehende Zeit spüren lässt und dabei vor allem von seinen eindringlichen Bildern lebt.
Verantwortlich für diese ist niemand Geringeres als Roger Deakins, der atemberaubende Filme wie Blade Runner 2049 und Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford gedreht hat. Auch im Kriegsfilm war er schon mehrmals unterwegs und fing den Schrecken von Jarhead – Willkommen im Dreck und 1917 ein.
Unbroken ist allerdings kein actiongeladener Kriegsfilm, der von Schlachtfeldern lebt. Vielmehr sind es die müden, erschöpften Blicke der Soldaten, die sich ins Gedächtnis brennen und ein Gefühl für den unfassbaren Kraftakt verschaffen, der hinter ihrem Überlebenskampf und dem damit verbundenen Widerstand steht.
Im Zusammenspiel mit Alexandre Desplats hoffnungsvoller Musik entsteht ein Verweilen an einem trostlosen Ort voller Leere und Folter – physischer wie psychischer Art. Ein Film im hellen Licht, der das Grauen unmissverständlich zeigt, und trotzdem gibt es kein Entkommen, sondern nur die nächste Strafung durch willkürliche Gewalt.
Unbroken könnt ihr noch bis Ende des heutigen Tages bei Netflix streamen. Alternativ könnt ihr den Film bei Amazon Prime Video kaufen und leihen.