In der Vorwoche war es auch in Düsseldorf zu einem starken Wintereinbruch und kräftigen Schnellfall gekommen. Bedingt durch die Jahreszeit und den Regen vor dem Anpfiff begleitete dieser Umstand die Akteure auf dem stark beanspruchten Rasen. Reihenweise rutschten sie während der sehr umkämpften Partie bei Pässen oder schnellen Richtungswechseln weg, Fortuna-Keeper Florian Kastenmeier verlor bei seinen weiten Schlägen nach vorne mehrfach die Bodenhaftung – und übrigens auch bei seinem Jubel über den späten Siegtreffer von Cedric Itten. „Ich wollte gerade loslaufen, bin dann aber mit beiden Beinen weggerutscht und dann lag plötzlich da“, sagte der 28-Jährige mit einem Schmunzeln.

Kastenmeier: „Im Stadion ist es seit Langem ein Problem“

Deutlich weniger amüsiert reagierte der Torwart auf die Beschaffenheit des Untergrunds. „Der Platz ist desaströs“, sagte der Kapitän, ohne einen Schuldigen dafür auszumachen: „Das ist kein Vorwurf an die Platzwarte, die machen einen super Job. Wenn wir unsere Trainingsplätze sehen, sind die top in Schuss.“ Doch in der Arena, wo der Platz vor dem Anpfiff noch völlig in Ordnung wirkte, sei das nicht der Fall. „Im Stadion ist es seit Langem ein Problem, es ist unfassbar schwierig. Der Rasen ist sehr rutschig und tief. Das ist schade, weil wir fußballerisch noch mehr drauf hätten und besseren Fußball spielen möchten.“

Diese Meinung vertrat Kastenmeier allerdings nicht exklusiv. „Die erste Hälfte war auf diesem Boden richtig intensiv. Nach der Pause haben sich beide Mannschaften alles abverlangt, sodass es wichtig war, dagegenzuhalten und immer wieder spielerisch Lücken zu finden“, sagte Sportvorstand Sven Mislintat. Auch Stürmer Itten merkte den Zustand des Rasens im „Sportschau“-Interview kritisch an: „Der Rasen war schon sehr rutschig und löchrig. Ich hätte ihn mir gerne ein bisschen besser vorgestellt.“

In Sommer wurde Fortunas Rasen ausgezeichnet

Dass der Verein und die Arena es deutlich besser lösen können, haben sie bereits bewiesen. Im vergangenen Sommer war die Heimspielstätte der Rheinländer von der Deutschen Fußball-Liga für die Saison 2024/25 mit dem „Pitch-of-the-Year“-Award ausgezeichnet worden. Der Preis würdigte die hohe Qualität des Spielfelds, das allerdings schon in den Vorjahren immer wieder Probleme gemacht hatte – vor allem in den Wintermonaten. Und spätestens nach der Bielefeld-Partie stellte sich mal wieder die Frage, wie es überhaupt zu der jüngsten Prämierung kommen konnte.