
Mit dem nächsten Sieg gegen Bayer 04 Leverkusen setzt die TSG 1899 Hoffenheim zum Rückrunden-Start der Fußball-Bundesliga ihren Weg nach oben fort. Am 18. Spieltag feierte die TSG einen 1:0 (1:0)-Erfolg und schlug Leverkusen damit wie schon zum Saisonstart (2:1).
Durch den frühen Freistoß-Zauber-Treffer von Wouter Burger (9. Minute) gelang dem Team von Trainer Christian Ilzer am Samstag der sechste Heimsieg in Folge (19:4 Tore). Mit 33 Punkten rückt Hoffenheim zumindest vorläufig bis auf Platz drei vor. Leverkusen (29 Punkte) droht nach der zweiten Niederlage in Folge, erst einmal die Top vier aus den Augen zu verlieren.
„Über die 90 Minuten ein verdienter Sieg für Hoffenheim“, gab Leverkusens Robert Andrich unumwunden am Sportschau-Mikrofon zu. „Wir müssen die nächsten Spiele gewinnen“, ergänzte sein Trainer Kasper Hjulmand. Leverkusen laufe den Ansprüchen hinterher, fanden sowohl Andrich als auch Hjulmand.
Hoffenheims Burger trifft in Grimaldo-Manier
Nach dem 5:1-Kantersieg unter der Woche gegen Borussia Mönchengladbach begannen die Gastgeber ihre Mann-gegen-Mann-Jagd über den Platz selbstbewusst und schlugen schon früh zu. Wouter Burger drehte einen Freistoß vom rechten Flügel mit Gefühl hoch ins lange Eck. Bayer-Torwart Mark Flekken konnte nach einem Schritt nach vorne gegen die schöne Bogenlampe nichts mehr ausrichten.
Der Treffer gab den Kraichgauern noch mal Auftrieb. Hoffenheim machte Druck, Leverkusen war fehleranfällig. So spielte Ezequiel Fernandez im Aufbau einen schwachen Pass. Den 1899-Konter veredelte Fisnik Asllani (15.) fast zum zweiten Treffer, doch Flekken war auf dem Posten. Christian Ilzer, Trainer der Hoffenheimer, fand die Angriffsphase seiner Mannschaft „richtig stark“. Nur habe es seiner Mannschaft gefehlt, das zweite Tor zu machen.
Bayer-Torwart Flekken muss retten
So fand aber der 20. Minute Leverkusen zu seinem Passspiel und konnte sich etwas aus dem Druck befreien. Zu einem wirklichen gefährlichen Abschluss reichte es aber nicht. Den hatte vor der Pause noch einmal Hoffenheim. Doch gegen den Schuss von Alexander Prass (36.) war Flekken wieder zur Stelle.
Der niederländische Torhüter der Gäste stand auch zu Beginn der zweiten Halbzeit sofort im Blickpunkt. Einen Burger-Schrägschuss (50.) von halbrechts im Strafraum parierte er im Nachfassen. Und auch gegen einen Distanzschuss von Valdimir Coufal (52.) war Flekken auf dem Posten. Den Nachschuss setzte Prass mit zu viel Rücklage drüber.
Für Flekken war es eine der letzten Aktionen. Der Keeper verletzte sich bei einer Folge-Aktion am Knie und musste gegen Janis Blaswich ausgewechselt werden (60.).
Hoffenheims Baumann entschärft Grimaldo-Freistoß
Von den Gästen kam offensiv weiter wenig, obwohl Trainer Kaspar Hjulmand zur Pause die Afrika-Cup-Rückkehrer Christian Kofane und Ibrahim Maza gebracht hatte. Selbst die Standards zündeten nicht. Alejandro Grimaldo (68.) scheiterte mit einem 22-Meter-Freistoß an 1899-Kapitän Oliver Baumann.
Leverkusen versuchte, den Druck zu erhöhen, aber Hoffenheim hielt seine mannorientierte Linie durch und ließ die eigentlich ball- und passsicheren Gäste einfach nicht zur Entfaltung kommen. Und auch nach vorne war 1899 einfach wacher und gefährlicher. Tim Lemperle (76.) traf noch einmal nach einem schnellen Ballgewinn ins Tor – stand allerdings im Abseits.
Bester Bayer-Versuch wird geblockt
Ein einziges Mal war Leverkusen einem Torerfolg wirklich nah, doch die aufopferungsvolle Hoffenheimer Abwehr blockte einen aussichtsreichen Versuch von Patrik Schick (81.) noch weg. Auch in der neunminütigen Nachspielzeit rannte Bayer 04 eher kopflos an. „Wir haben zum Schluss im Kollektiv stark verteidigt“, lobte Ilzer.
Letztlich fuhr Hoffenheim einen knappen, aber verdienten Sieg ein. Für Leverkusen, das auch Nathan Tella kurz nach dessen Einwechslung wegen eine Verletzung verlor, war es nach dem desaströsen 1:4 zum Jahresstart gegen den VfB Stuttgart und der nutzlosen Auswärtsfahrt nach Hamburg mit Spielabsage (Nachholtermin am 4. März) der nächste gebrauchte Tag. „Das ist natürlich echt bitter“, fasst Hjulmand treffend zusammen.
Hoffenheim in Frankfurt, Leverkusen gegen Bremen
Hoffenheim kann in der Bundesliga am Samstagnachmittag (24.01.2026, 15.30 Uhr) bei Eintracht Frankfurt seine Europacup-Ambitionen weiter untermauern. Für Leverkusen geht es zunächst am Dienstag (21 Uhr) in der Champions League zu Olympiakos Piräus. Danach empfängt die Werkself in der Liga am Samstagnachmittag Werder Bremen (15.30 Uhr).