Mainz – In den Mensen der Uni Mainz wird offenbar eine Menge Geschirr geklaut – so viel, dass das Studierendenwerk jetzt öffentlich dazu aufruft, das Geschirr zurückzubringen und mit einem saftigen Preisanstieg von 2 Euro pro Essen droht!
In mehreren Beiträgen auf der Internet-Plattform Instagram beklagt die Hochschulgastronomie den Geschirr-Klau. Vor vier Wochen habe die Uni 500 neue Kuchenteller für die Mensa „Bambus“ angeschafft. Davon seien jetzt nur noch 50 da!
Hunderte Teller aus Mensa verschwunden
3900 Euro seien 2025 für neue Teller ausgegeben worden. Diese seien verschwunden bzw. stapelten sich offenbar dort, wo sie nicht hingehören: in Mitarbeiterbüros, Hörsälen, Teeküchen auf dem Unigelände oder in den Küchen der Studenten-WGs.
Das Studierendenwerk: „Diese Teller gehören nicht einzelnen Personen. Sie gehören allen. Wenn Dinge verschwinden, zahlen das nicht wir, sondern am Ende ihr alle – über höhere Preise.“
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Dem SWR erklärte Alexandra Diestel-Feddersen, die Geschäftsführerin des Studierendenwerks, dass auch Gabeln, Löffel, Schalen für Bowls und Pommes-Schüsselchen geklaut würden. Besonders Letztere seien bei den Dieben beliebt: Von 1590 Stück sind nach einem Jahr nur noch 100 da. Im Einkauf kostet eine Schüssel über 7 Euro.
Besucher geben Mensa Mitschuld
Der Aufruf an die Mensa-Nutzer bleibt nicht ohne Kritik. Ein Nutzer schreibt auf Instagram: „Wenn die Mensen nicht so früh schließen würden, käme das Geschirr vielleicht auch wieder zurück.“ Ein anderer schreibt, das Problem bestehe erst, seit die Tüte zur Essensmitnahme 10 Cent koste. Als Lösung schlagen die Besucher ein Pfandsystem vor. Das ist laut Studierendenwerk aber keine gute Idee, weil die Rückgabe zusätzliches Personal erfordere und lange dauere.
In einer Diskussionsrunde am Mittwoch sollen die Mensa-Besucher zu Wort kommen und eine Lösung erarbeitet werden.