Eine riskante Verfolgungsfahrt hat sich die Polizei am späten Freitag, 16. Januar, in Gelsenkirchen-Heßler geliefert. Ausgangspunkt war eine Verkehrskontrolle wegen defekter Fahrzeugbeleuchtung.

Polizeiverfolgung in der Nacht endet beinahe mit Unfall in Gelsenkirchen

Gegen 23.15 Uhr sollte ein 31-jähriger Autofahrer in einem 5er-BMW von einer Streifenwagenbesatzung angehalten werden. Als der Mann die Polizei bemerkte, beschleunigte er sein Fahrzeug jedoch stark und ignorierte Anhaltezeichen, Blaulicht und Martinshorn. Der Funkstreifenwagen nahm die Verfolgung auf, verlor den BMW aufgrund der hohen Geschwindigkeit kurzzeitig aus den Augen, konnte sich jedoch wenig später wieder hinter ihn setzen.

Erst vor wenigen Tagen hatte es in Gelsenkirchen eine weitere Verfolgungsjagd gegeben. Ein Gelsenkirchener war dabei zeitweise als Geisterfahrer unterwegs.

Während der Flucht geriet der BMW beim Abbiegen ins Schleudern, kam in den Gegenverkehr und konnte nur knapp abgefangen werden. Nach Angaben der Polizei befand sich „glücklicherweise kein weiteres Fahrzeug auf der Fahrbahn“. Der Fahrer setzte seine Fahrt dennoch fort und „beschleunigte erneut rücksichtslos“.

Erst auf Höhe der Holtgrawenstraße stoppte der Wagen. Die Beamten forderten den Fahrer auf, auszusteigen, und legten ihm Handschellen an, um eine weitere Flucht zu verhindern. Im Fahrzeug saß zudem die 26-jährige Lebensgefährtin des Mannes.

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Ein Atemalkoholtest bei dem Fahrer fiel positiv aus. Während der polizeilichen Maßnahmen erschienen mehrere Angehörige des Mannes am Einsatzort und störten die Beamten in aggressiver Weise. Zur Unterstützung wurden weitere Einsatzkräfte als Verstärkung hinzugezogen, die Umstehenden Platzverweise erteilten.

Der BMW wurde vor Ort an den Halter übergeben. Gegen den 31-Jährigen wurden ein Strafverfahren sowie ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Sein Führerschein wurde sichergestellt.