Die Lage beruhigt sich, doch A.B.K gibt zu verstehen, dass er das Gespräch abbrechen möchte. In einem Raum voller Menschen, die er nicht kenne, fühle er sich „total unwohl“. Der YouTuber könne nicht abschätzen, was ihm nach dem Stream erwarten würde. Und auch, wenn Manuellsen ihm versichert, dass nichts passieren werde, wiederholt er mehrfach: „Ich habe gerade Angst.“ Arafat schickt einen Großteil der im Raum anwesenden Leute raus und das Gespräch geht weiter.
Wie aus dem Nichts entschuldigt sich Manuellsen einige Minuten später für alles, was er in der Vergangenheit gesagt hätte. „Verzeiht ihr mir?“, fragt er die beiden. Es wirkt ein wenig wie der Versuch, das Gespräch vorzeitig zu beenden – aber es funktioniert. A.B.K bejaht seine Frage und die beiden geben sich die Hand. Anscheinend ist damit von jetzt auf gleich ein etwa zweieinhalb Jahre andauernder Beef besiegelt.
Haikel, mit dem Manuellsen laut eigener Aussage ohnehin das größere Problem habe, geht darauf jedoch nicht ein. Ihm zufolge gebe es dafür noch zu viele ungeklärte Sachen. Sowohl Manuellsen als auch Haikel hängen sich dabei an einer bestimmten Aktion ihres Gegenübers auf.
Manuellsen vs. Haikel: Ein zähes Schlichtungsgespräch
Manuellsens Problem mit Haikel: Der Content Creator habe, wie zuvor schon erwähnt, rassistische Witze auf seine Kosten gemacht. Das führte laut dem Rapper sogar dazu, dass Leute zu ihm vor die Haustür gekommen seien und dort mit Bezug auf Haikels Sprüche allerlei Gegenstände abgelegt hätten. Es sollen sogar Einsatzkräfte zu seiner Adresse gerufen worden seien. Seine Mutter habe einen Monat lang nicht schlafen können, erklärt Manuellsen, der aus diesem Grund wutenbrannt auf Haikel platzt.
Der ist sich zunächst aber keiner Schuld bewusst. Er sei überhaupt nicht in Deutschland gewesen und könne nichts dafür, wenn seine Sprüche zu TikTok-Memes werden und Leute sich dazu berufen fühlen, bei Manuellsens Adresse vorbeizuschauen. Auch A.B.K wirft in den Raum, dass man das Publikum nicht lenken könne. Arafat sieht zwar ein, dass Haikel niemanden direkt zu Manuellsen geschickt hat, sagt aber trotzdem, dass mit einer großen Plattform eine gewisse Verantwortung einhergehen würde. Im späteren Verlauf des Gesprächs springt Haikel über seinen Schatten und entschuldigt sich bei Manuellsen.
Das geschieht allerdings erst, nachdem er sein eigenes Problem mit dem 46-Jährigen aus dem Weg geräumt hat. Haikel berichtet zum einen von Drohungen, die er aus dem Umfeld des Rappers erhalten habe. Zum anderen, und das sei der viel größere Punkt, habe ihn eine Behauptung von Manuellsen verletzt, laut der sein Bruder der Terrororganisation IS angehören soll. Haikel sagt, dass diese Falschaussage seine ganze Familie gefährdet hätte. Arafat versteht das, merkt aber auch an, dass er all das selbst zu einem großen Thema in den sozialen Medien gemacht und dem dadurch einen „zu großen Nährboden“ gegeben hätte.
Manuellsen, der diese Aussage auch vor dem aktuellen Gespräch schon revidierte, betont mehrfach, dass er Haikel nicht respektiere, lässt sich später aber doch nochmal zu einer weiteren Entschuldigung bewegen. Außerdem muss er seinem Gegenüber versprechen, dass weder er selbst noch Leute aus seinem Umfeld ihm auflauern würden. Nachdem Content Creator Hicham Lahsoussi das Bild betritt und weiter schlichtet, kommt Manu schließlich zum Fazit: „Er soll mir fernbleiben und nah bei Allah sein.“
Zum Abschluss kommt es zwischen Manuellsen und Haikel tatsächlich noch zu einem Händeschütteln sowie Küsschen links und rechts. Arafat bedankt sich bei den anwesenden Personen und rät all seinen Gästen, künftig keine Videos mehr gegeneinander zu machen. Mit großem Applaus vor und hinter der Kamera endet das Gespräch.
In voller Länge kannst du es dir hier anschauen: