Die Realität der Bundesliga ist knallhart – vor allem für Borussia Dortmund. Der Traum, den FC Bayern München in dieser Saison von der Spitze zu verdrängen, ist endgültig geplatzt.
Trainer Niko Kovac hat sich in aller Deutlichkeit zu den Kräfteverhältnissen geäußert: „Dass wir die Bayern nicht angreifen können, sieht jeder.“ Mit diesen Worten verabschiedet sich der BVB von der Idee, das Titelrennen spannend zu halten. Der deutsche Rekordmeister spielt derzeit in einer eigenen Liga – und Dortmund bleibt nur, sich bescheidenere Ziele zu setzen.
Borussia Dortmund verabschiedet sich von Bayern-Jagd
Schon die nackten Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache. Mit elf Punkten Vorsprung thronen die Münchner unangefochten an der Tabellenspitze. Ihre unglaubliche Torbilanz von 63:12 zeigt, wie übermächtig das Team von Trainer Vincent Kompany derzeit auftritt. Im Vergleich dazu fällt Dortmunds Bilanz mit 29:15 fast bescheiden aus.
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Kollege Kovac sparte trotzdem nicht mit Anerkennung: „Und die Bayern sind ja nicht nur in der Bundesliga Erster, sie sind auch in der Champions League ganz weit vorn. Das bedeutet, dieses Team, diese Mannschaft hat schon eine Extraklasse, die in der Bundesliga im Moment so nicht zu sehen ist.“
Borussia Dortmund begräbt letzte Titelträume
Die Hoffnungen aus Dortmund, diese Saison endlich wieder enger an den Bayern dran zu bleiben, sind damit dahin. Statt Frust setzte Kovac bei einer Pressekonferenz auf ehrliche Worte. „Wir wissen, wo wir herkommen. Wir wissen, wo die Bayern sind“, erklärte er die für ihn klare Ausgangslage.
Besonders auf den wirtschaftlichen Unterschied zwischen beiden Vereinen wies er hin: „Wir wissen letzten Endes, wo die Bayern einkaufen und wir einkaufen. Das ist einfach so. Das müssen wir alle so hinnehmen.“ Die Bayern spazieren von Meisterschaft zu Meisterschaft, während der BVB Jahr für Jahr hinterherläuft – ein Szenario, das sich Kovac zufolge zumindest dieses Jahr nicht ändern wird. Hier erklärte auch Lars Ricken den Meistertraum schon für geplatzt.
BVB-Fokus auf internationales Geschäft
Mit dem Heimspiel gegen Werder Bremen am Dienstagabend (20:30 Uhr/Sky) beginnt für Borussia Dortmund ein neuer Abschnitt der Saison, weg von Titelträumen hin zu Kampf um Stabilität. Kovac machte unmissverständlich klar, dass es für seinen Verein jetzt vor allem darum gehe, sich für die Champions League zu qualifizieren. „Ziel der Dortmunder sei es auch, so schnell wie möglich unter die Top Vier zu kommen“, bekräftigte der Trainer. Platz vier statt Meisterschale – die Botschaft aus Dortmund ist deutlich und klingt beinahe wie eine Kapitulation vor Bayerns Übermacht.
Auch spannend:
Während die Bayern ihre Dominanz scheinbar mühelos behaupten, bleibt Borussia Dortmund nur der Kampf um die internationalen Plätze. Die Qualität des Münchner Kaders und ihre ungeschlagene Serie machen sie zum haushohen Favoriten. Für viele ist die Meisterschaft schon jetzt entschieden. Kovac: „Wir wissen, wo die Bayern stehen, und das müssen wir akzeptieren.“