Auszeichnung in Aachen
Karlspreis geht an ehemaligen EZB-Präsidenten
Aktualisiert am 17.01.2026 – 16:04 UhrLesedauer: 1 Min.
Der ehemalige Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) und frühere italienische Ministerpräsident Mario Draghi wird mit dem Karlspreis 2026 ausgezeichnet (Archivbild). (Quelle: Philipp von Ditfurth/dpa/dpa-bilder)
Das Karlspreis-Direktorium ehrt Mario Draghi für seine Verdienste um die EU. Mit der Preisverleihung verbindet sich ein finanzielles Engagement für europäische Projekte.
Das Karlspreis-Direktorium in Aachen hat Mario Draghi, den ehemaligen Präsidenten der Europäischen Zentralbank, mit dem Karlspreis 2026 ausgezeichnet. Die Verleihung des renommierten Preises ist für den 14. Mai 2026 in Aachen geplant.
Mit dieser Auszeichnung würdigt das Direktorium Draghis Verdienste um die europäische Einigung. „Die zielgerichtet und mit unerschütterlicher Entschlossenheit Großes für Europa geleistet hat“, begründete das Karlspreis-Direktorium seine Entscheidung.
Seit dem vergangenen Jahr beträgt das Preisgeld eine Million Euro. Ein Aachener Ehepaar hat diese Summe gestiftet. Laut Karlspreis-Direktorium soll das Geld proeuropäischen Projekten zugutekommen.
Das Direktorium betonte Draghis 2024 veröffentlichten Report zur europäischen Wettbewerbsfähigkeit. In diesem Bericht mahnte Draghi, die Europäische Union müsse innovativer werden. Nur so könne sie den Anschluss an konkurrierende Wirtschaftsmächte wie die USA und China halten.
„Die Lage ist dramatisch“, schrieb das Karlspreis-Direktorium in seiner Begründung. „Europa droht zum Spielball anderer Mächte zu werden.“ Das Gremium forderte: „Wir fordern die Europäische Kommission und europäischen Staats- und Regierungschefs auf, jetzt den Draghi-Report umzusetzen.“
Aachener Bürger stifteten den Karlspreis kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Er gilt als wichtigste Auszeichnung für Verdienste um die europäische Einigung.
