Erst vor wenigen Monaten hat das Tiefbauamt die großen Scheiben am Inninger Dorfplatz wieder instand gesetzt, da sind sie schon wieder kaputt. Zerstört von einem oder mehreren unbekannten Tätern, wie die Arbeitsgemeinschaft der Inninger Vereine und Organisationen (Arge) beklagt. Dabei hatte man gehofft, das Vandalismus-Problem in dem Augsburger Stadtteil in den Griff bekommen zu haben. Die Arge hatte Jugendliche im Verdacht, die sich regelmäßig in dem Musikpavillon aufhalten. Ein Polizeibeamter, der Mitglied in der Arge ist, hatte die Jugendlichen ins Gebet genommen – danach war monatelang nichts mehr passiert, berichtete der Arge-Vorsitzende, Peter Oßwald. Auch bei der Stadt war man davon ausgegangen, dass es sich bei den Sachbeschädigungen um ein kleineres Problem handelt. Die Präsenz von Ordnungsdienst und Polizei wurde verstärkt – doch offenbar ohne größeren Eindruck auf die Täter zu hinterlassen, wie der neue Fall zeigt.

Die Arge-Vorsitzenden Erich Jaut und Peter Oßwald kümmern sich darum, dass der Dorfplatz in Inningen gepflegt bleibt. Auf dem Bild sind die Scheiben gerade erst erneuer worden.

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Die Arge-Vorsitzenden Erich Jaut und Peter Oßwald kümmern sich darum, dass der Dorfplatz in Inningen gepflegt bleibt. Auf dem Bild sind die Scheiben gerade erst erneuer worden.
Foto: Anna Kondratenko

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Die Arge-Vorsitzenden Erich Jaut und Peter Oßwald kümmern sich darum, dass der Dorfplatz in Inningen gepflegt bleibt. Auf dem Bild sind die Scheiben gerade erst erneuer worden.
Foto: Anna Kondratenko

„Es sieht aus, als habe jemand mit vollem Körpereinsatz einen Stein gegen die Sicherheitsscheibe geschlagen“, sagt Oßwald. Es sei sehr ärgerlich, dass die teuren Scheiben jetzt wieder ersetzt werden müssten. „Im neuen Jahr werden wir uns darum kümmern, wer das Glas ersetzt“, so der Arge-Vorsitzende. Man sei ratlos, wie man das Problem in den Griff bekommen soll. Die Arge habe Anzeige bei der Polizei erstattet. „Es wurde erneut diskutiert, ob man den Platz nicht mit Kameras überwachen könnte, um solche Taten künftig zu verhindern“, berichtet er. Wie berichtet gab es im vergangenen Jahr neben der Beschädigung der Pavillon-Scheiben auch Schmierereien und Hundekot-Attacken.

Es wird über den Einsatz von Überwachungskameras diskutiert

Auch wenn Ordnungsreferent Frank Pintsch (CSU) der Aussage, Inningen habe ein massives Vandalismus-Problem, nach wie vor widerspricht, nimmt er den erneuten Fall von Vandalismus ernst, wie er auf Anfrage betont. „Inningen ist ein Stadtteil mit sehr hoher Lebensqualität, hoher Wohnqualität und auch objektiv einer guten Sicherheitslage“, so der Ordnungsreferent. Von der erneuten Beschädigung der Pavillon-Scheiben habe man ausgerechnet bei einem Gespräch mit der Arge erfahren, bei dem sich Vertreter der Arge mit dem Referenten und der Polizei über die Lage in dem Stadtteil austauschen wollten. „. Beim Ortstermin haben wir tatsächlich festgestellt, dass eine Scheibe erneut beschädigt wurde. Dieser Sachverhalt war sowohl für die Stadt als auch die Vertreter vor Ort und die Polizei neu. Es ist jetzt wichtig, diesen Sachverhalt zu ermitteln. Eine Anzeige wurde erstattet, bis auf Weiteres geht jedoch von der Beschädigung keine Gefährdung für die Nutzung des Platzes aus“, so Pintsch.

Der Ordnungsreferent bestätigt, dass es bei dem Termin auch um den Einsatz von Überwachungstechnik für den Platz ging, die von Anwohnern ins Spiel gebracht worden sei. Er betont, dass die rechtlichen Hürden für Videoüberwachung im öffentlichen Raum in Bayern sehr hoch sind und der Einsatz moderner, KI-gestützter Technik noch am Anfang steht. Zwar könne neue Technologie künftig helfen, Sicherheitsinteressen und Datenschutz besser in Einklang zu bringen, derzeit sei ein flächendeckender Einsatz jedoch nicht sinnvoll. Die Stadt prüfe deshalb, ob und in welchem Umfang ein Pilotversuch möglich sei. Unabhängig davon setze die Stadt weiterhin auf eine erhöhte Präsenz von Polizei, Ordnungsdienst, Sicherheitswacht und Streetwork, um Vandalismus aufzuklären und mögliche Täter zu ermitteln. Diese Maßnahmen würden von den Anwohnern ausdrücklich begrüßt, so Pintsch.

  • Fridtjof Atterdal

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  • 82266 Inningen

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  • Vandalismus

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