
Karl Geiger hat in Sapporo sein bestes Weltcup-Ergebnis in dieser Saison erzielt. Für eine Teilnahme an den Olympischen Spielen kommt das aber wohl zu spät. Bester DSV-Adler des deutschen Mini-Teams in Japan war einmal mehr Philipp Raimund.
So gut war Karl Geiger in diesem für ihn sehr schwierigen Winter noch nie. Platz 14 holte Deutschlands einstiger Vorzeigespringer beim zweiten Weltcup auf der Olympiaschanze von 1972 in Sapporo. Damit hat der 32-Jährige auf den letzten Drücker die halbe interne Olympianorm des Deutschen Skiverbandes (DSV) erfüllt. Für eine Nominierung für das Saisonhighlight in Italien kommt das aber wohl zu spät.
Geiger sprang in Fernost zweimal auf 128 Meter und konnte damit die Eindrücke des Vortages bestätigen. Auch da hatte er nach einem ordentlichen ersten Sprung auf Kurs Top 15 gelegen, beim zweiten Sprung versagten ihm aber die Nerven und der Olympia-Dritte von 2022 fiel noch auf Rang 27 zurück.
Raimund bei Prevc-Sieg in den Top 10
Aus dem lediglich vier Mann starken deutschen Team war einmal mehr Philipp Raimund der stärkste Springer. Er kam auf Weiten von 128,5 und 134,5 Meter und wurde damit Neunter. Den Sieg sicherte sich wie schon am Samstag Domen Prevc. Der Weltcup-Führende gewann den neunten Wettbewerb in dieser Saison und setzte sich knapp vor Lokalmatador Ryoyu Kobayashi durch. Rang drei ging an Daniel Tschofenig aus Österreich.
Enttäuschend lief der Wettkampf aus Sicht der weiteren zwei deutschen Starter Luca Roth und Ben Bayer. Beide schafften es nicht in den zweiten Durchgang und wurden 46. und 47.. Nicht in Japan dabei war Felix Hoffmann. Der Tournee-Sechste verzichtete nach Problemen am Knie auf die Reise nach Japan. Auch Andreas Wellinger und Pius Paschke trainieren in heimischen Gefilden. Alle drei hatten die deutschen Qualifikationskritierien (einmal Top 8 oder zweimal Top 15) bereits erfüllt.
Olympia auch ohne Kasai
Ähnlich wie für Geiger ist wohl auch für Skisprung-Oldie Noriaki Kasai der Traum von den Olympischen Spielen geplatzt. Der 53-Jährige schaffte es als 56. der Qualifikation nicht in den Wettkampf und verpasst damit aller Voraussicht nach seinen neunten Olympia-Start.