Newsblog zur US-Politik
Trump versetzt wohl „Arctic Angels“ in Bereitschaft
Aktualisiert am 18.01.2026 – 08:45 UhrLesedauer: 28 Min.
US-Soldaten der 11. Airborne Division „Arctic Angels“ bei einem Training in Alaska (Archivbild): Der US-Präsident könnte sie zur Bekämpfung der Proteste in Minnesota einsetzen. (Quelle: IMAGO/imago)
Das Pentagon erwägt den Einsatz von Soldaten aus Alaska gegen Proteste in Minnesota. US-Abgeordnete kritisieren Trumps Grönland-Pläne. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Eine US-Invasion in Grönland würde nach den Worten des spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez den russischen Präsidenten Wladimir Putin „zum glücklichsten Mann der Welt machen“. „Warum? Weil sie seinen versuchten Einmarsch in die Ukraine legitimieren würde“, sagte Sánchez der Zeitung „La Vanguardia“. Jede militärische Aktion der USA gegen die Insel würde der Nato schaden. „Sollten die Vereinigten Staaten Gewalt anwenden, wäre das der Todesstoß für die Nato. Putin wäre doppelt erfreut.“
Das US-Verteidigungsministerium hat offenbar rund 1.500 Soldaten für einen möglichen Einsatz im Bundesstaat Minnesota in Bereitschaft versetzt. Die Zeitung „Washington Post“ berichtete am Sonntag unter Berufung auf Vertreter des Ministeriums, die Einheiten seien aktiviert worden, falls die Gewalt in Minnesota eskaliere. Stellungnahmen des Pentagon und des Weißen Hauses lagen zunächst nicht vor. Bei den Soldaten handelt es sich demnach um zwei Infanteriebataillone der 11. Airborne Division, die auf Einsätze unter extremen Wetterbedingungen spezialisiert sind. Die Truppen, die auch „Arctic Angels“ genannt werden, sind eigentlich im Bundesstaat Alaska stationiert. Ob es tatsächlich zu einer Verlegung kommt, ist offen.
US-Präsident Donald Trump hat damit gedroht, zur Eindämmung der Proteste gegen das Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis den „Insurrection Act“ anzuwenden. Dabei handelt es sich um ein selten angewendetes Gesetz aus dem Jahr 1807, das dem Präsidenten den Einsatz von Militär im Inland erlaubt. Auf seiner eigenen Social-Media-Plattform Truth Social hatte er geschrieben, er werde das Gesetz anwenden, falls die „korrupten Politiker von Minnesota“ nicht verhinderten, dass „professionelle Agitatoren und Aufrührer“ die Mitarbeiter der Einwanderungs- und Zollbehörde ICE angriffen. Diese würden nur ihre Arbeit tun.
