Im Testspiel des KSC im Trainingslager gegen Sparta Prag habe es Meiko Wäschenbach „viele Minuten sehr ordentlich gemacht“, so KSC-Cheftrainer Christian Eichner vor der Partie des KSC in Münster. Daher nominierte Eichner den Mittelfeldspieler in der Startelf der Badener bei den Preußen.
Lange, sehr lange musste Wäschenbach warten, bis er erstmals in die erste Elf des KSC-Profiteams berufen wurde. Seit Ende Januar 2025 steht der Mittelfeldmann bei den Badenern unter Vertrag. Doch lange reichte seine Trainingsleistung nicht aus, um sich für die Startelf zu empfehlen. Der seit wenigen Tagen 22 Jahre alte Wäschenbach gab nie auf und war sich auch nicht zu schade, im Oberligateam des KSC mitzuwirken.
„Er hat immer gut gearbeitet.“
„Er hat immer gut gearbeitet, nie aufgesteckt und hat sich so an die erste Elf herangesaugt“, sagte Eichner. Nun, als den KSC eine große Verletzungsmisere traf und vor allem, weil im bisherigen Saisonverlauf kein Profi auf der zentralen, defensiven Mittelfeldposition überzeugen konnte, kam Wäschenbach beim Spiel in Münster zum Zuge – als Sechser in einer Mittelfeldraute. Zuvor hatte er es in dieser Spielrunde auf drei Einwechslungen mit insgesamt 88 Einsatzminuten gebracht.
Nach dem Anpfiff in Münster legte Wäschenbach sein Hauptaugenmerk auf die Defensivarbeit. Er suchte nicht die direkten Zweikämpfe mit den offensiven Mittelfeldspielern der Preußen, sondern versuchte, die Räume im zentralen Mittelfeld der Badener durch gutes Stellungsspiel zu schließen. Ballbesitz hatte er nur selten. In der 11. Minute foulte Wäschenbach einen Münsteraner rund 30 Meter vor dem KSC-Gehäuse, der folgende Freistoß für die Gastgeber blieb jedoch ohne Wirkung.

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Meiko Wäschenbach (Karlsruher SC) und Etienne Amenyido (Preußen Münster, r) im Kampf um den Ball.
Foto: Friso Gentsch/dpa
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Meiko Wäschenbach (Karlsruher SC) und Etienne Amenyido (Preußen Münster, r) im Kampf um den Ball.
Foto: Friso Gentsch/dpa
Insgesamt agierte er unauffällig und kam nur selten zu Ballgewinnen. Nach 39 Minuten diskutierte er mit dem Schiedsrichter, da er mit dessen Entscheidung nicht einverstanden war. Kurz darauf kam ein gut gedachter Pass auf Louey Ben Farhat nicht beim Mitspieler an.
Bemühungen ohne große Wirkung
In der 42. Minute konterten die Münsteraner nach einer KSC-Ecke. Wäschenbach stoppte den Angriff, indem er Amenyido per Grätsche von den Beinen holte – die Folge war die Gelbe Karte. Wäschenbach blieb bemüht, jedoch ohne große Wirkung, sowohl defensiv als auch offensiv.
Zur Mitte der ersten Halbzeit lag die Zweikampfquote des Mittelfeldspielers bei 14 Prozent. Mit dem Pausenpfiff hatte er jedes dritte direkte Duell mit einem Münsteraner für sich entschieden. In Halbzeit zwei war er nicht mehr dabei. Trainer Eichner nahm Wäschenbach nach 45 Minuten vom Feld, brachte Andreas Müller und stellte das System um, ließ fortan ohne Mittelfeldraute spielen.
Bei der Begründung der Auswechslung blieb Eichner zurückhaltend und verzichtete auf öffentliche Kritik am jungen Profi. Leistungsbedingt sei der Wechsel nicht notwendig gewesen. „Das lag nur an der gelben Karte. Ich wollte ihn und uns schützen“, erklärte der KSC-Coach.
Wäschenbachs Einsatz in Zahlen
Der beim 1. FC Köln ausgebildete Wäschenbach brachte es in seiner Einsatzzeit in Münster auf 5,34 gelaufene Kilometer. Er absolvierte vier Sprints, seine Höchstgeschwindigkeit lag bei 26,8 km/h. Insgesamt kam er auf 19 Ballkontakte, spielte 14 Pässe, von denen 79 Prozent beim Mitspieler ankamen. Drei Fouls beging er selbst, einmal wurde er gefoult.
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