Diese Reise sorgte für Stress! Am Sonntagmorgen machten sich rund 3000 Hannover-Fans auf den Weg zur Auswärts-Begegnung beim 1. FC Kaiserslautern (13.30 Uhr/Sky). Einige 100 von ihnen nahmen dafür den ICE 573 Richtung Stuttgart. In Mannheim musste auf dem Weg zum Rückrunden-Auftakt der Roten umgestiegen werden. So weit, so gut …

Zehn Minuten vor Ankunft in der Universitätsstadt sorgte allerdings eine kuriose Durchsage für Ärger. „Wir erreichen gleich Mannheim und fahren drei Auswärtspunkten entgegen“, dröhnte es aus den Lautsprechern des Zugs. Einige Fahrgäste schauten verwundert und begaben sich dennoch mit einem Schmunzeln schon mal Richtung Ausgang. Es gab jedoch ein dickes ABER.

Denn die Ansage kam nicht von einem Mitarbeiter der DB – sondern von einem Fan, der sich offenbar kurzfristig Zugang zur Lautsprecher-Anlage verschaffte. Und das brachte wiederum einen Zug-Mitarbeiter der Bahn auf die Palme, der dann per Durchsage verkündete: „Sollte das noch mal passieren, halten wir irgendwo vor Mannheim. Dann geht es nicht weiter und ihr könnt über Felder oder so laufen.“ Und weiter: „Ich werde bis 18 Uhr bezahlt. Dann ist das Fußball-Spiel längst vorbei.“

Hannover 96: Bahn-Mitarbeiter droht Fans

Die 96-Anhänger blieben allerdings friedlich und die Fahrt konnte ohne weitere Vorkommnisse fortgesetzt werden. Für den Bahn-Mitarbeiter war die Angelegenheit aber noch nicht erledigt. Kurz vor Ankunft am Mannheimer Hauptbahnhof folgte nach der Auskunft über den nächsten Halt ein Seitenhieb Richtung Hannover-Fans. „Eine persönliche Sache noch“, begann der DB-Mitarbeiter und fügte nach einigen unverständlichen Sätzen hinzu: „Wenn es eine Sache gibt, die noch unbeliebter ist als die Bahn, dann sind das Fußball-Fans. Man sollte mal überlegen, woran das liegt …“

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Das wiederum sah nicht jeder im Zug so. „Das ist doch alles lächerlich. Diese Bahn ist und bleibt eine Katastrophe, die sollen lieber mal ganz ruhig sein“, höhnte ein Fahrgast Richtung Lautsprecher.