Das europäische Wettermodell des EZMWF favorisiert eine kalte Ostlage zwischen dem 21. und 24. Januar. In dieser Phase könnten die Höchsttemperaturen im Nordosten Deutschlands bis auf minus 10 Grad fallen. Im Westen, also auch in Aachen, dürften die Werte um den Gefrierpunkt oder knapp darüber pendeln. Nachts werden in Teilen Deutschlands minus 3 bis minus 15 Grad erwartet, vereinzelt simulieren Modelle sogar bis zu minus 21 Grad.

Ein „Winterwunderland“ mit Schnee ist in der Städteregion allerdings nicht zu erwarten. Die aus Osten heranströmende Kaltluft ist in diesem Szenario ausgesprochen trocken. Stattdessen dominiert ein schneidender Ostwind, der die gefühlten Temperaturen zusätzlich drückt. Die Prognose des EZMWF spricht für eine lang anhaltende Phase mit deutlich unterdurchschnittlichen Temperaturen – ein klassisches trocken-kaltes Kontinentalwetter.

Theoretisch ist noch ein anderes Szenario möglich: Sollte sich das Hoch in Richtung Grönland ausdehnen und kurzzeitig mit dem Aleutenhoch verbinden, könnte milde atlantische Luft nach Deutschland strömen. Ende Januar bis Anfang Februar wären dann Höchstwerte von 7 bis 16 Grad möglich, vor allem im Westen und Südwesten. Doch laut aktuellen Modellläufen wird diese Variante zunehmend unwahrscheinlich. Die Wahrscheinlichkeit für eine stabile, länger anhaltende Ostlage mit deutlichem Frost nimmt hingegen zu.