
Franziska Preuß lag beim Weltcup in Ruhpolding in der Verfolgung wieder auf Kurs Top 5, dann kamen aber noch zwei Konkurrentinnen und schoben sich vorbei. Freuen durfte sich Selina Grotian über ihren 13. Rang.
Der Sieg im letzten Verfolgungsrennen vor den Olympischen Spielen in Italien sicherte sich Lou Jeanmonnot aus Frankreich. Sie leistete sich nur eine Strafrunde und hatte nach 10 Kilometern 10,5 Sekunden Vorsprung auf die Schwedin Hanna Öberg. Camille Bened (Frankreich) wurde Dritte. Franziska Preuß kam als Siebte ins Ziel (+36,4 Sek.).
Eine knappe halbe Minute hinter ihrer Teamkollegin kam Selina Grotian als 13. ins Ziel. Damit schaffte sie im letzten Rennen noch den zweiten nötigen Top-15-Rang für die interne Olympianorm. Am Montag wird die Vorschlagsliste des Deutschen Skiverbandes (DSV) an den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) übergeben.
Julia Tannheimer kämpfte sich nach einem völlig verkorksten ersten Schießen noch auf Position 23 nach vorne (5/+1:56,9 Minuten). Vannesa Voigt wurde nach Rang 45 im Sprint diesmal 26. (2/+1:58,3 Min.). Sophia Schneider verpasste im Gegensatz zu Grotian als 44. (5/+3:03,6 Min.) die Olympia-Norm deutlich und wird beim Saisonhighlight nur Zuschauerin sein. Janina Hettich-Walz traf sechs der 20 Scheiben nicht und kam auf Position 48 ins Ziel (+3:38,2 Min.).
Jeanmonnot läuft das Rennen von vorne
Preuß war als erste der sechs DSV-Starterinnen (DSV) knapp 17 Sekunden hinter Sprint-Siegerin Hanna Öberg als Fünfte ins Rennen gegangen. Grotian und Tannheimer hatten am Start knapp 50 Sekunden Rückstand.
Vom Spitzen-Quintett blieb nur Jeanmonnot im ersten Schießen fehlerfrei, Preuß und die anderen vier mussten je einmal in die Strafrunde. Dahinter kämpfte Grotian noch um die Olympia-Norm, leistete sich aber auch einen Fehlschuss. Tannheimer ballerte sich mit vier Fehlern raus aus den Topplatzierungen.
Preuß und Grotian bleiben dran
Auch beim zweiten Liegendanschlag räumte Jeanmonnot alle Scheiben ab und konnte sich ein bisschen absetzen. Preuß blieb diesmal fehlerfrei, verlor aber ein wenig Zeit und war nun Teil einer größeren Gruppe mit etwas mehr als einer halben Minute Rückstand. Grotian schob sich mit einer fehlerfreien Einlage auf Rang zwölf nach vorne. Auch Vanessa Voigt hatte nach zwei von vier Anschlägen und zehn Treffern ordentlich Positionen gutgemacht und war nun 22.
Stehend konnte Jeanmonnot ihre Führung noch weiter ausbauen, auch Preuß und Grotian blieben erneut fehlerfrei und lagen damit auf den Positionen fünf und sieben. Die Podestplätze waren aber nur wenige Sekunden entfernt.
Grotian bekommt Nervenflattern – rettet sich aber
Jeanmonnot ließ diesmal eine Scheibe stehen. Während sich die Französin auf die Schlussrunde begab, stand der große Pulk mit den beiden Deutschen am Schießstand. Preuß musste einmal in die Strafrunde, Grotian gleich zweimal. Sie ging als 14. wieder auf die Strecke und musste diese Position bis ins Ziel für die zweite Hälfte der Olympianorm halten was ihr ohne Probleme gelang.
Franziska Preuß lag bei der letzten Zwischenzeit wie weite Teile des Rennens über noch auf Rang fünf, am letzten Anstieg und auf dem Weg zum Ziel wurde sie aber noch von der Schweizerin Amy Baserga und Oceane Michelon aus Frankreich abgefangen.