„Bestie des Ostens“ rückt heran

Temperatursturz bringt eisige Nächte

18.01.2026 – 14:35 UhrLesedauer: 3 Min.

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Ein eingefrorenes Thermometer vor einer Räummaschine (Symbolfoto): Ende des Monats wird es in Franken wohl kalt. (Quelle: IMAGO/imago)

Die „Bestie aus dem Osten“ nimmt Kurs auf Nürnberg. Ende Januar könnte es in Franken richtig kalt werden. Das sind die aktuellen Aussichten.

Die bisher dominante westliche Strömung bricht demnach aktuellen Prognosen zufolge zusammen. In der neuen Woche etabliert sich nach aktuellen Prognosen ein Skandinavien-Hoch über Mitteleuropa, das trockene, eisige Luft aus Russland nach Deutschland lenkt. Die Folge: eine drastische Abkühlung, die Nürnberg besonders treffen dürfte.

Die 14-Tage-Prognose von Kachelmannwetter.com zeigt den Umschwung deutlich. Während der Wochenstart noch relativ mild ausfällt – am Montag werden 7 Grad erwartet – setzt am Dienstag ein Temperatursturz ein: Dann werden es wohl nur noch 4 Grad, am Mittwoch erreichen die Temperaturen dann nur noch 1 Grad. Das bleibt bis zum Sonntag, dann wird es mit wohl 2 Grad minimal wärmer.

Video | Heftiger Temperatursturz – Jetzt kommt die Eisluft

Video lädtQuelle: Glomex

Ab dem 27. Januar wird es dann wohl besonders kalt: Das Thermometer klettert tagsüber nicht mehr über den Gefrierpunkt – an diesem Tag werden tagsüber minus 1 Grad vorhergesagt, am Donnerstag ebenfalls minus 1 Grad. Die Sonnenscheinprognose zeigt für die letzten Januartage überwiegend bedeckte bis stark bewölkte Verhältnisse. Von der Wintersonne bleibt dann nichts mehr übrig.

Besonders kalt wird es dann in der Nacht: Nach der aktuellen Prognose sinken die Temperaturen bereits ab Dienstag auf minus 1 Grad in der Nacht, minus 7 Grad zum Mittwoch, minus 6 Grad zum Donnerstag, minus 5 Grad zum Freitag. Auch am Wochenende bleibt es nachts eisig: minus 3 Grad in der Nacht zum Samstag, minus 2 Grad zum Sonntag und Montag. In den Nächten zum 27. und 28. Januar werden jeweils minus 5 beziehungsweise minus 6 Grad erwartet.

Die Bandbreite der Prognosen reicht in den kältesten Nächten bis auf minus 16 Grad – ein Wert, der auch für fränkische Verhältnisse ungewöhnlich kalt wäre.

Verantwortlich für die Entwicklung ist eine massive Störung des Polarwirbels, jenes großen Kaltluftwirbels über der Arktis, der das Winterwetter der Nordhalbkugel maßgeblich steuert. Mehrere Wettermodelle simulieren derzeit einen sogenannten Polarwirbelsplit, bei dem sich die arktischen Luftmassen in zwei Cluster aufteilen und weit nach Süden ausbreiten können.