Dänische Soldaten in Grönland

Stand: 18.01.2026 15:31 Uhr

Acht Staaten, denen US-Strafzölle drohen, warnen vor einer Eskalation des Grönland-Streits. Die Truppenentsendung stelle keine Bedrohung dar. Unterdessen hat die Bundeswehr ihren Grönland-Einsatz beendet.

Die acht von den von US-Präsident Donald Trump angekündigten Strafmaßnahmen betroffenen NATO-Länder haben vor einer Eskalation gewarnt. „Zolldrohungen untergraben die transatlantischen Beziehungen und bergen das Risiko einer Eskalation“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Norwegen, Schweden und Großbritannien. „Wir sind entschlossen, unsere Souveränität zu wahren.“

Die Mission in Grönland, an der Soldatinnen und Soldaten der Länder teilgenommen hatten, sei eine Antwort auf die Notwendigkeit größerer Sicherheit in der Arktis. Sie stelle für niemanden eine Bedrohung dar, wird in der Erklärung betont.

Präsident Trump hatte an der Entsendung der Soldaten Anstoß genommen und am Samstag zusätzliche Zölle gegen die acht europäischen Länder angekündigt. Er hatte in dem Zusammenhang von einer „sehr gefährlichen Situation“ gesprochen. Der US-Präsident will die zu Dänemark gehörende Insel den USA einverleiben.

Klingbeil: „Nicht erpressen lassen“

Vizekanzler Lars Klingbeil betonte: „Wir dürfen uns nicht erpressen lassen“. Den Weg, den Trump einschlage, könne man nicht mitgehen. Eine Hand in Richtung USA werde immer ausgestreckt bleiben, man wolle eine gemeinsame Lösung finden, so der Bundesfinanzminister am Rande eines Auftritts in Rheinland-Pfalz, aber: „Wir lassen uns nicht provozieren.“

Die Erkundungsmission der Bundeswehr in Grönland ist bereits beendet. Die 15 Soldaten sollen noch heute die Arktisinsel mit einem Flugzeug in Richtung Kopenhagen verlassen. Der Leiter der Mission, Flottillenadmiral Stefan Pauly, erklärte, man habe eine sehr gute Diskussion geführt und gehe jetzt mit vielen aktualisierten Informationen nach Hause. „Wir werden diese auswerten und daraus die militärische Option entwickeln, um den Nordatlantik-Raum sicherer zu machen.“