Bei Geesthacht
Naturschauspiel: Meterhohe Eisberge türmen sich an der Elbe
18.01.2026 – 20:49 UhrLesedauer: 1 Min.
Zahlreiche Menschen nutzten das Wochenende um an der Elbe das seltene Naturspektakel zu bewundern. (Quelle: Bodo Marks/dpa/dpa-bilder)
Ein seltenes Winterphänomen zieht zahlreiche Besucher an die Elbe bei Geesthacht. Die Eisbrecherflotte kämpft mit ungewöhnlichen Herausforderungen.
Am Sonntag haben zahlreiche Schaulustige die ungewöhnliche Eislandschaft an der Elbe bei Geesthacht besucht. Meterhohe Eisberge türmen sich dort am Ufer des Flusses.
Die imposanten Eisformationen entstanden durch die Arbeit der Eisbrecherflotte. Die Spezialschiffe kämpfen seit Tagen gegen eine Eisbarriere am Stauwehr Geesthacht. Sie verwandeln dabei die Eisdecke in kleinere Eisberge. Diese stranden bei Niedrigwasser am Ufer.
„Das hatten wir so auch noch nicht“, sagt Andreas Schultz, Leiter der Spezialschiff-Flotte beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA). Für einen vernünftigen Eisabfluss müssten laut Schultz mindestens 500.000 Liter Wasser pro Sekunde stromabwärts fließen. Zuletzt seien es aber nur etwa 300.000 Liter gewesen.
Diese Situation beeinflusst auch die Arbeit der Eisbrecherflotte. „Wir können nur bei Hochwasser fahren. Steht das Wasser zu niedrig, könnten wir durch den Tiefgang den Grund berühren – und das geht nicht“, erklärt Schultz dem „Hamburger Abendblatt“.
Bislang seien bis zu zehn Eisbrecher auf der Elbe im Einsatz gewesen, berichtet Schultz. So viele waren seit 2013 nicht mehr nötig.
